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Diane Whitehouse & Colin Beardon: Computers and Society

Kapitel 11

Whose New World Order?
Vincent Mosco

„Social citizenship implies the development of a world order based on the principles of democratic participation and equalitiy.“ Diese Prinzipien wurden in den 50-er Jahren gefordert und man wollte damit eine Neue Welt-Wirtschafts-Ordnung und eine Neue Informations- und Kommunikations-Ordnung erreichen.
Der Autor bezieht sich in seinem Artikel vor allem auf das Ereignis des Golf-Krieges und auf die Rolle der USA unter George Bush. Der Golf-Krieg habe uns n�mlich eine ganz und gar andere Welt-Ordnung gegeben, n�mlich eine, basierend auf den Prinzipien von milit�rischer �berlegenheit. Selbiger Autor wird wahrscheinlich in diesem Augenblick erneut zur Feder greifen, denn die aktuelle Lage erinnert nicht gerinf�gig an den Golfkrieg.
Als einer wichtigsten Ergebnisse des Golfkrieges nennt der Autor den Schrei nach einer Weltordnung, die mehr Gleichheit und Demokratie in der Produktion und Verteilung der Welt-Ressourcen, einschlie�lich der Massenmedien und Information.
Der Autor stellt nun die Frage, warum die USA so strikt gegen eine solche neue Ordnung vorgegangen ist? Er ist der Meinung, dass die Massenmedien, von den Hollywood bis NBC, „Big Business“ sind und gleichzeitig die beste M�glichkeit, die dominierende westliche Sicht der Welt zu festigen. Alles andere, d.h. eine Ordnung basierend auf Fairness, Gleichheit und Demokratie w�rde die bestehende Massenmedien- und Informationsordnung bedrohen.

Aber was w�re eine Alternative zu dieser eben beschriebenen Weltordnung? Bessere politische, wirtschafliche und kulturelle Beziehungen zwischen Staaten. Die M�glichkeit f�r alle Staaten und Menschen, eine gr��ere kulturelle Freiheit zu genie�en. Eine Weltordnung die nicht mehr auf den Prinzipien des Kapitalismus beruht.

Das sind solch gro�e Forderungen, dass es absolut unrealistisch und utopisch scheint, sie zu verwirklichen. Machen wir uns nichts vor: Unsere Gesellschaft, und damit meine ich jetzt nicht nur die USA, orientiert doch nahezuausschlie�lich an der Wirtschaft und deren Auswirkungen. Der Einfluss, den die Wirtschaft, direkt oder indirekt hat, ist immens. Die Politiker und ihre Arbeit wird so stark von Industrie und Wirtschaft beeinflusst, dass es nahzu l�cherlich scheint, �ber Gleichheit, Freiheit, Selbstbestimmung und Unabh�ngigkeit zu sprechen.
Es wird viel geredet, auch einiges getan, jedoch bei weitem nicht genug, um die die derzeitige Entwicklung zu beeinflussen.

Als George W. Bush vor einigen Tagen eine Rede hielt, forderte er die Menschen auf wieder zur Normalit�t zur�ckzukehren; er begann mit den Worten: „Kehrt wieder zum Alltag zur�ck – Geht wieder einkaufen….“