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Studium Informationswissenschaft

Virtuelles Handbuch Informationswissenschaft

11. Einige beispielhafte Fragestellungen

Einige grundlegende Aspekte des Projektmanagements

Heinz-Dirk Luckhardt

Was bedeutet eigentlich „Projektarbeit“?

In die universitäre Lehre wird in zunehmendem Maße das Arbeiten in „Projekten“ integriert. Wenn die Studierenden (auch von der Schule her) bisher daran gewöhnt waren, für sich und den eigenen Studienerfolg allein zu arbeiten, so werden Studienleistungen / Seminarleistungen mehr und mehr im Team erbracht. Dies ist ein wichtiger Aspekt der Vorbereitung auf das Berufsleben, wo das Arbeiten in Projekten die Regel sein wird. Im Folgenden einige wichtige Gesichtspunkte als erste Einführung in das Projektmanagement.

  • Ein Projekt ist ein komplexes Vorhaben zum Erreichen eines vordefinierten Ziels (bzw. zur Herstellung eines Produkts), an dem mehrere Personen (zusammen: das Projektteam) beteiligt sind, die jeweils eine Teilaufgabe übernehmen bzw. einen Teilbeitrag zum Gesamtbeitrag leisten. Es gibt – je nach Projektgröße – einen oder mehrere Projektverantwortliche, die das Projekt planen, den Projektablauf steuern, die Erbringung und Zusammenführung der (Teil-)Ergebnisse überwachen und für die Präsentation des Gesamtergebnisses verantwortlich sind.
  • Kein(e) Projektmitarbeiter(in) arbeitet für sich allein (auch dann nicht, wenn er/sie allein zuhause am PC arbeitet und nicht explizit und direkt mit jemandem „zusammenarbeitet“). Man muss sich während der gesamten Projektlaufzeit bewusst machen, was der eigene Beitrag ist und wie er sich in das Gesamtprojekt einfügt, aber auch, welches die Beiträge der anderen Team-Mitglieder sind.
  • Jeder Beitrag hat – wie ein Mosaiksteinchen in einem Mosaik – seinen Platz im Gesamtprojekt: er muss passgenau an der vorgesehenen Stelle eingefügt werden und soll dann zusammen mit den anderen Teilen – im übertragenen Sinne – das gewünschte Gesamtbild ergeben. Je nach Komplexität des Projekts geht ein Beitrag direkt in das Gesamtergebnis ein oder er stellt ein Zwischenergebnis dar, das von anderen Projektmitarbeitern weiterverarbeitet wird und deshalb den Anforderungen in besonders hohem Maße gerecht werden muss.
  • Für das Projekt ist alles förderlich, was der Kommunikation dient. Was die Kommunikation stört, muss abgeschafft / geändert werden. Jedes Kommunikationsmittel (elektronische sind z.B.: Email, NEWS-Gruppen, Mailinglisten, CHAT-Rooms etc. ) muss darauf überprüft werden, ob seine Verwendung im Rahmen des Projektes förderlich ist, evtl. müssen die Modalitäten festgelegt werden.
  • Vorgaben, Vereinbarungen, Sprachregelungen etc. sind auf das Genaueste einzuhalten. Dazu gehört, dass man (aktiv!) alles „mitnimmt“, was in gemeinsamen Veranstaltungen oder in Foren vereinbart oder vorgegeben wird.
  • Jede ungenaue, inkorrekte, unvollständige oder nicht termingerechte Arbeit, im Prinzip alles, was mindestens eine Nachbesserung oder Korrektur durch einen anderen Projektmitarbeiter / den Controller oder Qualitätsmanager / die Projektleiterin erfordert, gefährdet den Projekterfolg.
 

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