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William T. Arms: Digital Libraries

8. User Interfaces and Usability

  • Panel 8.1: Page Turning
  • Conceptual Models
  • Basic Funktions
  • Panel 8.3: New Conceptual Models: DLITE and Pad++
  • Extending Browsers beyond the Web
  • Data Types
  • Protocols
  • Improving the Responsiveness of Browers
  • Execution of Programs
  • Mobile Code
  • Reliability and User Interfaces
  • Panel 8.2: JAVA
  • User Interfaces for Multimedia Information
  • User interfaces end the Effectiveness of Digital Libraries
  • Panel 8.4: Informedia



In der Diskussion um die usability eines Computersystems ist es einfach, sich auf die Benutzeroberfl�che zwischen dem Nutzer und dem Computer zu beschr�nken. Doch diese bezieht sich auf das gesamte System. Jede Benutzeroberfl�che basiert auf einem conceptual model, das die Art und Weise der Nutzung des Systems beschreibt. Die einzelnen Aspekte des Designs sind dabei interface design, functional design und data and metadata. Interface design zeigt an, was am Bildschirm erscheint, also Aspekt wie Schrift, Farben, Logos, Men�s und Buttons. Functional design spezifiziert die Funktionen, die dem Nutzer zur Verf�gung gestellt werden. Dazu geh�ren Auswahl, Durchsuchen einer Liste oder Sortieren von Ergebnissen, aber auch Hilfsprogramme. Diese Funktionen werden durch Daten und Metadaten erm�glicht, die von der digitalen Bibliothek oder den Computersystemen und Netzwerken bereitgestellt werden. Heutzutage sind Benutzeroberfl�chen mit �berlappenden Fenstern und Mauszeigern �blich, wie sie von Apple, Microsoft oder Unix angeboten werden, mit all ihren Unterschieden in der Dokumentenbehandlung.

Die Einf�hrung von Browsern wirkte anregend auf das Design von User Interfaces f�r Netzwerkanwendungen. Sie sind so flexibel, dass sie f�r fast jede Anwendung im Internet inclusive digitaler Bibliotheken verwendet werden k�nnen. Die grunds�tzliche Funktion eines Browsers ist, eine rechnerferne Datei aufzusp�ren und auf den Cumputer des Nutzers zu bringen. Daf�r braucht der Browser die URL. Daraus erkennt er das verwendete Protokoll, z.B. HTTP. Dies ist das zentrale Protokoll des Internets, doch es werden auch andere Protokolle unterst�tzt, wie z.B. Gopher oder FTP. Der Browser verbindet mit jedem Datentyp bestimmte �bertragungs“routinen“, z.B. f�r Volltexte, HTML-Seiten oder Bilder im GIF Format. Der Nutzer kann aber auch Hilfsapplikationen oder Plug-ins hinzuf�gen. Solche Hilsapplikationen kann z.B ein PostScript Viewer sein.

Browser wurden immer weiter verbessert. Dazu geh�rt auch die Einf�hrung des „mobile codes“, der einem Server erlaubt, Programme zum Client zu senden, die von dem Browser auf dem Computer des Nutzers ausgef�hrt werden sollen. So bekommt ein Designer von Webseiten die M�glichkeit, Webseiten mit Computerprogrammen zu erstellen. In Panel 8.2 beschreibt Arms die Programmiersprache Java, die „applets“ (kleine Programme) verwendet. Als Alternative dazu kann man f�r HTML-Seiten die einfache Form JavaScript verwenden, die einfacher zu schreiben ist und die Instruktionen schneller ausf�hrt.

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F�r das Interface Design ist Konsistenz in der Erscheinung, der Kontrolle und der Funktion wichtig f�r den Nutzer. Probleme tauchen f�r den Desigener auf, wenn er erwartet, dass der Nutzer das Material genauso sieht, wie es erstellt wurde. Sie wollen graphische Qualit�t, Typographie, Fenstergr��e, PLazierung der Information innerhalb eines Fensters usw. kontrollieren. Ungl�cklicherweise kennt der Designer den vom Nutzer verwendeten Browser oder Computertyp nicht, ebenso wie die Geschwindigkeit der Daten�bertragung oder die Gr��e des Bildschirms. Eines gutes Design mu� also all diese Aspekte verarbeiten und doch effektiv sein, was durch die Verschiedenheit der zwei f�hrenden Browsern, Netscape und Microsoft, zus�tzlich kompliziert wird.

Digitale Bibliotheken sind verteilte Systeme mit vielen Computern, die als Team zusammenarbeiten. Die Forschung zu funktionellem Design stellt den Designern die Wahl zur Ver�gung, welche Funktion zu welchem der zahlreichen Computer geh�rt und �ber ihre Beziehung zueinander. Zwischen einer Quelle, wo die Sammlungen gespeichert sind, und dem Endnutzer, der normalerweise einen Browser verwendet, liegt eine Anzahl von Computerprogrammen, die auch „Middleware“ genannt werden. Diese fungieren als Vermittler. Sie interpretieren Instruktionen des Nutzers und liefern in an die Quelle. Umgekehrt erhalten sie Informationen von der Quelle, sortieren sie und �bertragen sie zu dem Computer des Nutzers. Es werden auch h�ufig Dienste zur Verf�gung gestellt, wie �berpr�fung der Authentifikation oder Fehlermeldungen. Die Hauptaufgabe besteht jedoch darin, die Anfrage des Nutzers mit dem Angebot einer Quelle zu verbinden.

Web-Browser verwenden einige Tricks, um die Daten�bertragung zu verbessern. Einer davon ist das interne Speichern von einmal genutzter Information. K�rzlich verwendete Dateien werden tempor�r auf der Festplatte des Nutzer-PCs gespeichert. Dies k�nnen HTML Seiten, Bilder oder Graphiken sein. So kann bei einr erneuten Anfrage schnell die gespeichert Version geladen werden. Wenn die Sammlung einer digitalen Bibliothek weltweit genutzt werden soll, k�nnen Dublikate der ganzen Sammlung an verschiedenen Stellen plaziert werden, z.B. zwei in Europa, zwei in den USA, eine in Australien etc. Diesen Vorgang nennt man „mirroring“. Die Replikation von spezifischer Information nennt man „caching“. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird aktuell verwendete Information in einem „Cache“ gespeichert. Dieser befindet sich in der Hardware und dienen der Beschleunigung des Prozessors.

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Die Materialien in einer digitalen Bibliothek erweitern sich steig. Eine f�r Textmaterialien erstellte Benutzeroberfl�che kann f�r Sammlungen von Musik, Bildern oder Landkarten unpassend sein. Daher gibt es einge allgemeine Grunds�tze.
  • Summarization – Wenn der User zwischen vielen Titeln w�hlen soll, ist es sinnvoll, jeden mit einer kleinen zusammenfassenden Informaton auszustatten. Bei B�chern sind das z.B. Autor und Titel.

  • Sorting and categorization – Bibliotheken verwalten Informationen durch Klassifikation oder Ordnung. Hier entstehen Probleme, da man nicht alle Titel leicht einordnen kann.

  • Presentation – Viele Arten von Informationen erfordern spezielle Austattungen zur Pr�sentation f�r den Nutzer. Digitalisierte Videos erfordern z.B. spezielle Displays.

  • W�hrend der letzten Jahre hat sich die Qualit�t der Nutzeroberfl�chen stark verbessert. Guter Support f�r den Nutzer bedeutet mehr als nur Kosmetik. Ein elegantes Design, gute Funktionalit�t und passende Systeme haben einen gro�en Stellenwert f�r die Effektivit�t digitaler Bibliotheken. Arms zufolge ist eine digitale Bibliothek nur so gut wie ihre Oberfl�che.
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