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Studium Informationswissenschaft

Studienführer Informationswissenschaft

2. Studienorganisation

2.1 Erläuterungen zu den Studien- und Prüfungsordnungen

Im Folgenden werden die wichtigsten Bestimmungen aus den relevanten Prüfungs- und Studienordnungen zur ersten Orientierung erläutert und kommentiert.

Rechtsverbindlich sind jedoch allein die offiziellen Texte, etwa zu den Studien- oder Prüfungsordnungen, wie sie jeweils im „Dienstblatt der Universität des Saarlandes“ veröffentlicht sind.

Die Informationswissenschaft ist ein Studienfach an der Philosophischen Fakultät. Das Studium wird in der Regel bei einem ersten Studienabschluss mit der Magisterprüfung abgeschlossen, durch die der Grad des Magister Artium (abgekürzt M.A.) erlangt wird.

Für alle Studierenden gilt: Das Belegen der Semesterveranstaltungen im Studienbuch ist für den Nachweis eines ordnungsgemäßen Studiums erforderlich. Zu den Haupt- und Nebenfachstudierenden wird im Sekretariat eine Kartei geführt (vgl. die Einführung). Bei Nebenfachstudierenden ist diese Kartei die einzige formale Informationsquelle für die Fachrichtung über das (zumindest papiermäßige) Vorhandensein eines Studierenden, da die Universitätsstatistik bislang nur Hauptfachstudierende erfaßt.

2.1.1 Hinweise zur Zwischenprüfung
(siehe auch die Erläuterungen zur Zwischenprüfung auf den Webseiten des Fachschaftsrates)

neu: aus der Themenliste zur Zwischenprüfung muss in Zukunft für jede Zwischenprüfung mindestens ein Thema ausgewählt werden. Die übrigen Themen können mit den jeweiligen Prüfern frei ausgehandelt werden.

Die Zwischenprüfung sollte zum Abschluss des 4. Semesters abgelegt werden. Erst nach erfolgreichem Bestehen der Zwischenprüfung ist man zur Teilnahme an Hauptseminaren berechtigt. Voraussetzung zur Zulassung zur mündlichen Prüfung von 30 Minuten Dauer ist der Nachweis der erfolgreich erbrachten Proseminarscheine (vgl. Studienordnung) und der erforderlichen Semesterwochenstunden.

Bei der Anmeldung zur Vorbesprechung der mündlichen Prüfung sind das Studienbuch und die erworbenen Scheine mitzubringen. Bei der Vorbesprechung im Rahmen einer Sprechstunde (Termin dazu bitte telefonisch verabreden) werden drei Themenfelder für die halbstündige Prüfung vereinbart. Der sich anschließende Workflow funktioniert folgendermaßen: nachdem die Themen festgelegt wurden, werden sie (ohne Thesen) per Mail an den entsprechenden Prüfer geschickt, der die Themen ans Sekretariat weiterleitet. Diese können dann mit cut&paste in das anzufertigende Prüfungsprotokoll eingetragen werden. In der Regel geht eine Kopie der weitergeleiteten Mail zur Kenntnisnahme an die/den zu Prüfende(n). Zur Prüfung sind Thesenblätter in dreifacher Ausfertigung (eine für den Kandidaten, eine für den Prüfer, eine für den Beisitzer) mitzubringen, welche neben den üblichen Angaben (Name, Fächerkombination) zu jedem Thema (mindestens) eine aussagekräftige These bzw. ein Literaturzitat und die zur Vorbereitung benutzte Literatur enthalten.

Der Prüfungstermin ist telefonisch mit dem/der Prüfer/in abzustimmen

Die mündliche Prüfung muss mindestens mit „ausreichend“ bewertet werden, wenn die Zwischenprüfung insgesamt bestanden sein soll.

Die Zwischenprüfung in Informationswissenschaft erfolgt unabhängig vom Stand in den übrigen Fächern.

Muster eines Prüfungsprotokolls

2.1.2 Abschlussprüfung (Magister)
(siehe auch die Erläuterungen zur Magisterprüfung auf den Webseiten des Fachschaftsrates)

Voraussetzung zur Anmeldung (sie erfolgt im Prüfungsamt der Philosophischen Fakultäten) sind der Nachweis der erfolgreich abgelegten Zwischenprüfungen in den Haupt- und Nebenfächern und der Nachweis der sonstigen (jeweiligen) Zulassungsvoraussetzungen, in der Informationswissenschaft z. B. der Nachweis von zwei erfolgreich absolvierten Hauptseminaren im HF (im NF: von einem Hauptseminar).

Das Studienbuch muss auch für den zweiten Studienabschnitt ein ordnungsgemäßes Studium ausweisen (32 SWS = Semesterwochenstunden im Hauptfach, 14 SWS im Nebenfach). Außerdem müssen zur Anmeldung ein Lebenslauf, ein formloser Antrag auf Zulassung zur Abschlussprüfung und das Abiturzeugnis (beglaubigte Kopie) mitgebracht werden.

Die Abschlussprüfung erfolgt in einem Hauptfach und zwei (gleichgewichtigen) Nebenfächern. Im Prinzip können alle Fächerkombinationen der Philosophischen Fakultät als Nebenfächer gewählt werden, die einen Magisterabschluss zulassen. Genaueres ist im Anhang zur Magisterprüfungsordnung nachzulesen. Besondere Regelungen gelten für Diplom- bzw. Bachelor-Studiengänge, bei denen Informationswissenschaft als Ergänzungsfach gewählt werden kann. Darüberhinaus können Studierende der Informationswissenschaft ein spezifisches Nebenfach aus einer anderen Fakultät (z.B. Informatik aus der Mathematisch-Naturwissenschafliche Fakultät oder Volkswirtschaftslehre / Betriebswirtschaftslehre aus der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät) wählen. Hierzu sind für Magisterstudiengänge in diesen Fächern i.d.R. Nebenfachanforderungen definiert (vgl. Anhang).

Die Magisterprüfung besteht aus einer schriftlichen Abschlussarbeit, die innerhalb von sechs Monaten nach schriftlicher Themenvergabe (die erst nach Zulassung zur Prüfung erfolgen kann) erstellt werden muss, drei Klausuren in den drei Studienfächern zu je 4 (Zeit-)Stunden sowie drei mündlichen Prüfungen: 60 Minuten im Hauptfach, jeweils 30 Minuten in den beiden Nebenfächern.

Für die Klausur in Informationswissenschaft werden drei Themen vergeben (in einem verschlossenen Umschlag zum Klausurtermin), von denen eines ausgewählt werden muss. Die beiden anderen und ein weiteres vorher vereinbartes Thema werden mündlich geprüft (zum Verfahren vgl. die Anmerkungen zur Zwischenprüfung – auch hier sind Thesenblätter erforderlich (s.o.)). Zur Themenabsprache ist ein Sprechstundentermin rechtzeitig wahrzunehmen.

Klausuren finden etwa alle zwei Monate statt (in der Regel in den ungeraden Monaten am letzten Montag des Monats von 8.30 bis 12.30 Uhr). Klausurtermine: http://vili.de/download.php?id=22304

Erst nach der Anmeldung (mit Angabe des Hauptfachs und der Nebenfächer unter Nachweis der Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen) wird im Hauptfach das Thema der schriftlichen Arbeit vergeben (und mit der Post zugesandt). Danach beginnt die 6-Monate-Frist der Fertigstellung. Nach der Ablieferung muss das Ergebnis der Begutachtung durch beide Gutachter („mindestens ausreichend“) abgewartet werden (mindestens vier Wochen), ehe die weiteren Prüfungen – erst die Klausur, dann die mündliche Prüfung im jeweiligen Fach – beginnen können (Eine Umkehrung der Reihenfolge – zuerst Klausur/mündliche Prüfung und danach erst die Magisterarbeit – ist auch möglich). Die Zeit kann ggf. verkürzt werden, wenn der Prüfer der Hausarbeit nach Einsichtnahme erklärt, dass die Beurteilung der Arbeit noch nicht abgeschlossen ist, aber mindestens die Note „ausreichend“ erwartet werden kann.

Diese Regelungen sind in der Magisterprüfungsordnung der Philosophischen Fakultät enthalten. 1994 hat die Universität des Saarlandes eine neue Ordnung für die Magisterprüfung der Fachbereiche der Philosophischen Fakultät erlassen, die ab September 1996 ausschließlich gilt. Mit der neuen Prüfungsordnung ergeben sich u.a. Änderungen bezüglich der Fristen und der Reihenfolge der einzelnen Magisterprüfungsteile (Genaueres siehe dort).

2.1.3 Fächerkombinationen

Im Prinzip können – wie erwähnt – alle Fächer der Philosophischen Fakultät als Nebenfach oder Hauptfach mit Informationswissenschaft kombiniert werden, die im Anhang zur Magisterprüfungsordnung aufgeführt sind. Es wird in diesem Zusammenhang immer wieder danach gefragt, ob bestimmte Nebenfächer für Studierende der Informationswissenschaft besonders geeignet sind. Wenn man sich auf Informationswissenschaft als Hauptfach spezialisiert, erscheinen die Sprachwissenschaft, Psychologie und Erziehungswissenschaften, aber auch Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften für eine Kombination geeignet. Dies ist alles sehr allgemein gesehen: eine Kombination mit Sport- oder Musikwissenschaft ist im Einzelfall evtl. ebenso interessant und nützlich.

In jedem Falle ist es weitgehend dem Absolventen oder der Absolventin überlassen, seine/ihre Studieninhalte so zu wählen und auszugestalten, dass er/sie die erforderlichen informationellen Methoden und Werkzeuge beherrscht. Der Besuch von Vorlesungen oder Seminaren allein reicht bei weitem nicht aus: Viel Eigeninitiative ist gefragt, etwa der Besuch geeigneter Fachmessen (hierzu gehören z.B. die Hannover-Messe CeBIT, die Online London, die Telematika Stuttgart, die Systems München, die Funkausstellung Berlin, die Intermedia, die Didakta, die LearnTec) und Tagungen (z.B. die ISI-Kongresse, der Deutsche Dokumentartag oder Tagungen der Internationalen Gesellschaft für Wissensorganisation ISKO), evtl. auch die Absolvierung von Praktika (die allerdings nicht verpflichtend vorgeschrieben sind). Ein wichtiges Element ist die schriftliche Arbeit. Sie gilt nach aller Erfahrung als inhaltlich besonders qualifizierender Nachweis bei den späteren Bewerbungen.

Die Schwerpunktsetzung innerhalb der Informationswissenschaft kann von der Fächerkombination profitieren.

  • Wird z.B. Informationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Fachinformation studiert, eignen sich u.a. für maschinelle Indexierung und Übersetzung Sprachwissenschaften, für Mensch-Maschine-Schnittstelle und „Künstliche Intelligenz“ die Fächer Psychologie und Erziehungswissenschaften, neben der fast immer nützlichen Verbindung mit Informatik als Nebenfach. Anzuraten ist auch der Besuch von Grundveranstaltungen zu Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie), um die Terminologie – oder allgemeiner die „Denkweise“ – wichtiger Anwendungsbereiche der Fachinformation kennenzulernen.

  • Beim Schwerpunkt Informationsmanagement eignen sich v.a. Betriebswirtschaft, (Organisations-)Soziologie und natürlich Informatik ggf. mit den Themenbereichen Datenbanktechnik oder künstliche Intelligenz.

  • Auch für den Schwerpunkt Publikumsinformation sind Informatik- bzw. nachrichtentechnische Grundlagen unerlässlich geworden, gerade weil nach dem „Saarbrücker Modell“ der Schwerpunkt auf der ingenieurmäßigen Umsetzung liegt. Für die Akzeptanz- und Wirkungsforschung sind die Methoden der Sozialwissenschaften maßgebend.

  • Der Infrastrukturbereich Informationsindustrie ist wesentlich geprägt durch das Verlagswesen, das z. B. in die Online-Industrie hineinwächst. Neben Betriebswirtschaft und Informatik kommen hier wieder Sprach- und Literaturwissenschaften als Kombinationsmöglichkeiten in Frage. Ausdruckskraft und stilistische Fähigkeiten sind bei Gestaltung und Beurteilung von Inhalten das notwendige Korrektiv zu reinen Public Relations.

Aus diesen Fächerkombinationen kann das allgemeine Berufsbild des Informationswissenschaftlers abgelesen werden: Anwendung der sog „Neuen Technologien“ in der Wissensaufbereitung und -vermittlung. Sein Aufgabengebiet reicht von der Bewältigung der Mensch-Maschine-Schnittstelle bis hin zur Optimierung von (technischer) Form und Inhalt. Sein Einsatzgebiet ist überall dort, wo geistige Inhalte gespeichert, vermittelt und/oder für die Vermittlung an Menschen aufbereitet werden müssen.

Der Informationswissenschaftler wie -ingenieur muss v. a. auch zur Teamarbeit bereit sein, um seine Fertigkeiten mit den Kenntnissen der Fachfrau bzw. des Fachmanns (aber auch des Ökonomen) in ein Informationssystem optimal einbringen zu können.

2.1.4 Informationswissenschaft als Ergänzungsfach

An der Universität des Saarlandes gibt es sog. Diplom- und Bachelorstudiengänge (z.B. Geographie, Psychologie, Soziologie in der Philosophischen Fakultät). In diesen Fächern lässt sich die Gliederung des Studiums in ein Hauptfach und zwei Nebenfächer nicht einfach übernehmen. Für Diplom- und Bachelorstudiengänge wird daher eine Variante Informationswissenschaft als Ergänzungsfach angeboten. Die Informationswissenschaft hat hierfür ihre Anforderungen definiert (vgl. die neuen Bestimmungen zur Zulassung zum Ergänzungsfach Informationswissenschaft). Für Studierende mit einem Diplom-Hauptfach (der Philosophischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät), die Informationswissenschaft als Ergänzungsfach bei Diplomstudiengängen wählen, gelten daher die „Allgemeine Regelung für Diplomstudiengänge“ bzw. die gesonderten Regelungen für Informatik und Psychologie (vgl. Anhang).

Im Regelfall ist jedoch (rechtzeitig) eine Genehmigung zur Wahl von Informationswissenschaft als Ergänzungsfach bei dem Prüfungsausschuss des jeweiligen Diplomstudienfachs einzuholen und die Zulassung zum Ergänzungsfachstudium im Sekretariat Informationswissenschaft zu beantragen.

2.1.5 Leistungsüberprüfungen im Zusammenhang mit Leistungspunkten

Die Vergabe von Leistungspunkten (Credits, LP oder CR) für Lehrveranstaltungen ist an (benotete oder unbenotete) Überprüfungen des Wissensfortschritts gebunden. Diese können sein (auch in Kombination):

  • Klausur
  • mündliche Prüfung
  • mündliches Referat
  • Hausarbeit

In der Regel wird der Wissensfortschritt in Proseminaren durch eine Klausur, ein mündliches Referat und/ oder eine Hausarbeit überprüft.

Leistungspunkte werden in Abhängigkeit von einem (geschätzten durchschnittlichem) Zeitaufwand zum Wissenserwerb vergeben. Ein Leistungspunkt entspricht einem Aufwand von 30 Arbeitsstunden. Wird der hinreichende Wissensfortschritt nicht nachgewiesen (Note mindestens ‚ausreichend’ oder Bewertung ‚bestanden’), gibt es (trotz des evtl. geleisteten Arbeitsaufwands) keine Leistungspunkte.

Soweit Vorlesungen nicht thematisch mit einem Proseminar oder einer Übung verbunden sind (im Falle der Bündelung von Veranstaltungen spricht man heute von ‚Modulen’), können Leistungspunkte für (isolierte) Vorlesungen nur anhand einer mündlichen Überprüfung vergeben werden (15 Minuten zum Vorlesungsstoff, evtl. in Absprache mit dem Dozenten / der Dozentin auch zu einem Schwerpunkt der Vorlesung). Im Erfolgsfall werden 3 Leistungspunkte vergeben (d.h. der Gesamt-Arbeitsaufwand für die Teilnahme an der Veranstaltung sowie die Vor- und Nachbereitung wird auf rund 90 Arbeitsstunden geschätzt). Die Modalitäten der mündlichen Prüfung zum Vorlesungsthema sind mit denen einer mündlichen Zwischen- oder Magisterprüfung vergleichbar: Es wird im Sekretariat ein Prüfungstermin abgemacht, zur Prüfung wird ein Thesenblatt in 3-facher Ausfertigung mitgebracht (vgl. dazu auch die Webseiten der Fachschaft Informationswissenschaft zu den Prüfungen).

Leistungspunkte für Übungen werden im Erfolgsfall nach einer Klausur oder einem mündlichen Referat (bzw. mehreren Kurzreferaten) vergeben. Dafür werden im Erfolgsfall 3 Leistungspunkte vergeben.

Leistungspunkte für Hauptseminare werden im Erfolgsfall nach einem mündlichen Referat und / oder einer Hausarbeit vergeben. 7 Credits gibt es, wenn man beide Leistungen erbringt, 6 Credits, wenn nur eine der beiden Leistungen erbracht wird. Wenn die Vorlesung thematisch mit einer Übung (oder einem Proseminar / Hauptseminar) verbunden ist (z.B. „Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation“ + zugehörige Übung) kann die Überprüfung in der Übung / im Seminar geschehen und gilt dann im Erfolgsfall für die Vorlesung mit (es gibt also 6 Leistungspunkte).

Wird in einem Proseminar nur ein mündliches Referat gehalten oder nur eine Hausarbeit geschrieben, werden im Erfolgsfall hierfür 4 Leistungspunkte vergeben. 5 Leistungspunkte gib es bei Proseminaren, wenn sowohl ein mündliches Referat gehalten und eine Hausarbeit erbracht wurde.

2.2 Aufbau des informationswissenschaftlichen Studiums

2.2.1 Einführung

Es ist zu unterscheiden zwischen (formaler) Studienordnung und (inhaltsbezogenem) Studienplan sowie den formalen Prüfungsordnungen und den inhaltlichen Prüfungsanforderungen.

  • In der Studienordnung beschreibt die Universität den Verlauf und Ablauf des Studienganges und die Veranstaltungstypen (Proseminare, Hauptseminare, Vorlesungen, Übungen), in denen die einzelnen Themen abgehandelt werden. Die Einhaltung dieser Studienordnung wird seitens des Landes und der Universität kapazitär sichergestellt.

  • Der Studienplan, formal und rechtlich ein Bestandteil der Studienordnung, beschreibt in Grundzügen, welche Inhalte in welchen Veranstaltungen angeboten werden.

    Der Studienplan zur Informationswissenschaft gibt weiterhin an, in welchem Zyklus, über Semester verteilt, die Veranstaltungen (kapazitätsbedingt) stattfinden.

Es gibt zwei Studienabschnitte zu je 4 Semestern.

  • Für den ersten Studienabschnitt, der mit der Zwischenprüfung abschließt, sind unabhängig von Haupt- und Nebenfach, auch unabhängig vom Studienabschlussziel (Promotion/Magister), insgesamt 32 Semesterwochenstunden an Vorlesungen, Proseminaren und Übungen zu absolvieren. Ein Semester kann nur (als ordnungsgemäß studiert) anerkannt werden, wenn jeweils zum Semester im Studienbuch Veranstaltungen im Umfang von mindesten 8 Semesterwochenstunden (SWS) verzeichnet sind. Der erfolgreich, d.h. mit mindestens ausreichend bewertete Besuch dreier spezifischer (typisierter) Proseminare (vgl. im Detail die Studienordnung) im Verlauf des ersten Studienabschnitts ist Voraussetzung zur Zulassung zur Zwischenprüfung und zugleich Teil der Zwischenprüfung.

    Die Zwischenprüfung wird abgeschlossen mit einer mündlichen Prüfung von 30 Minuten Dauer. Der erste Studienabschnitt hat – wie erwähnt – für Studierende im Haupt und Nebenfach den gleichen Umfang.

    Aus den Noten der 3 Proseminarscheine und der Note für die mündliche Prüfung errechnet sich nach der Formel (P1 + P2 + P3 + MP)/4 die Gesamtnote der Zwischenprüfung. Ist die mündliche Prüfung nicht bestanden (d.h. nicht mindestens ausreichend), gilt die Zwischenprüfung insgesamt als nicht bestanden. Die mündliche Prüfung kann einmal wiederholt werden. Nach dem Studienplan ist auch die Möglichkeit gegeben, in der Regelstudienzeit ein Proseminar einmal zu wiederholen, allerdings muß ggf. ein alternativer Typus gewählt werden.

  • Im zweiten Studienabschnitt werden für Studierende im Hauptfach zwei Hauptseminarscheine (zu verschiedenen Schwerpunktbereichen), im Nebenfach ein Hauptseminarschein verlangt. Im Nebenfach sind im 2. Studienabschnitt 14 Semesterwochenstunden, im Hauptfach 32 Semesterwochenstunden (zu mindestens je 8 Semesterwochenstunden je Semester) zu belegen.

Es ist in diesem Zusammenhang wichtig, darauf hinzuweisen, dass das Belegen einer Veranstaltung (im Studienbuch verzeichnet) als Kenntnis-Nachweis gewertet wird, d.h., dass in Prüfungen ggf. auch auf die Inhalte der belegten Veranstaltung Bezug genommen werden kann.

Die Studienordnung für die Fachrichtung Informationswissenschaft ist im „Dienstblatt der Universität des Saarlandes vom 11. Juli 1984, S. 138 ff.“ niedergelegt. Rechtsgültig ist – wie bereits erwähnt – allein das „Dienstblatt der Universität des Saarlandes“.

2.2.2 Studienbeginn

Das Studium soll nur zum Wintersemester aufgenommen werden.

2.2.3 Veranstaltungen

Die Veranstaltungen sind im Studienplan mit einem besonderen Kürzel (z.B. VIT, UIP) versehen, um das Referieren bzw. die Identifikation zu erleichtern. Der erste Buchstabe kennzeichnet den TYP (V = Vorlesung, U = Übung, P = Proseminar, H = Hauptseminar), zweite (und dritte) Buchstaben bilden ein Kürzel (Akronym) für den Inhalt. Zusätzlich ist den Veranstaltungen in der Übersicht im Studienplan ein Kürzel nachgestellt, das verdeutlicht, ob es sich um eine Wahlveranstaltung (W) oder Wahlpflichtveranstaltung (WP) handelt.

Zu allen Veranstaltungen (außer den Vorlesungen) ist eine vorherige, verpflichtende Anmeldung erforderlich. Da die Teilnehmerzahlen in der Regel beschränkt sind und Platzmangel besteht, muß man sich ggf. rechtzeitig von der Liste streichen (lassen), wenn eine Teilnahme aus gewichtigen Gründen später nicht möglich ist.

Die Akronyme für den inhaltlichen Teil sind wie folgt zu lesen (alphabetische Folge, ohne Veranstaltungskennzeichnung):

1. Studienabschnitt

 
I   Grundlagen der Informationswissenschaft 
IM  Informationswissenschaftliche Methoden 
 
IP  Informationswissenschaftliche Praxis 
IT  Informationswissenschaftliche Theorie 
L   Querschnittsbereich Informationslinguistik 
MP  Methoden der Informationspraxis 
 
R   Querschnittsbereich Repräsentation von Wissen 
S   Querschnittsbereich Soziale und psychische Faktoren der Information 
T   Querschnittsbereich Informationstechnik 
 
2. Studienabschnitt
 
FI  Schwerpunkt Fachinformation 
II  Schwerpunkt Informationsindustrie 
IO  Schwerpunkt Informations-Organisation (Informationsmanagement) 
 
PI  Schwerpunkt Publikumsinformation 
 
2.2.4 Veranstaltungen des ersten Studienabschnitts

Für den ersten Studienabschnitt werden die im folgenden aufgeführten Lehrveranstaltungen angeboten. Im Wechsel wird dabei entweder die im Studienplan vor oder nach dem Schrägstrich („/“) angegebene alternative Thematik behandelt. Die Alternierung erfolgt in der Weise, daß innerhalb von acht Semestern jede Thematik einmal im Mittelpunkt steht.

Die Vorlesungen und Übungen stellen Wahlveranstaltungen dar, Proseminare sind Wahlpflichtveranstaltungen. An die Stelle eines Proseminars kann lt. Studienordnung ein sog. Forschungsseminar treten. Bei Bedarf und bei adäquaten Leistungen kann ggf. in einer Übung auch eine Proseminarbeit erbracht werden. Forschungsseminare sind dadurch gekennzeichnet, daß in ihnen Studierende des ersten und zweiten Studienabschnittes mitarbeiten. Je nach Studienstand können dabei entsprechende Pro- oder Hauptseminarleistungen erbracht werden.

Im Grundsatz ist die Art der Leistungserbringung der Thematik der Veranstaltung angepaßt. Sie kann aus einer Klausur, einer schriftlichen Arbeit, einem Vortrag oder auch aus einer Kombination dieser Leistungen bestehen. I.d.R sollte jede(r) Studierende bis zur Zwischenprüfung drei schriftliche Arbeiten und zwei Referate (mit Thesenblatt) als Leistungen nachweisen.

Die Proseminare sind in zwei „Pools“ aufgeteilt:

  Pool 1:  PI 
           PM 
 
  Pool 2:  PL 
           PR 
           PS 
           PT 

Je 1 Schein muß in einem Proseminar aus Pool 1 und 2 erworben werden, der dritte ist frei wählbar.

Die folgenden Angaben sind nach dem Studienplan geordnet. Der Schrägstrich ist durch die Differenzierung nach (a) und (b) ersetzt.

IT Informationswissenschaft: Theoretische Grundlagen

  1. Informationssysteme
  2. Informationsrezeption

Einführung in die zentralen Gegenstandsbereiche der Informationswissenschaft, ihre theoretischen Grundlagen, Methodiken, Ziele, und Themenbereiche.

Die Thematik wird in einer Vorlesung (VIT) und der dazugehörigen Übung (UIT) sowie in einem Proseminar (PI) behandelt.

Literatur dazu:

Buder, M.; W. Rehfeld; T. Seeger; D. Strauch (Hrsg., 1997). Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. München et al: K.G. Saur (im folgenden: Buder/Rehfeld/Seeger/Strauch)

Grudowski, S. et al. (1993). Grundlagen der Informationssysteme und -methoden. Potsdam

Hennings, R.-D. (1991). Informations- und Wissensverarbeitung. Berlin

Henzler, R. (1992). Information und Dokumentation. Berlin et al.

Kunz, W.; H. Rittel (1972). Die Informationswissenschaften. München (vergriffen, nur in IB/UB)

Laisiepen, K.H.; E. Lutterbeck; K.-H. Meyer-Uhlenried (Hrsg., 1980). Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. München (im folgenden: Lai/Lu/MU, ältere Ausgabe)

Soergel, D. (1985). Organizing information. Orlando et al.

Wersig, G. (1973). Informationssoziologie. Frankfurt a. M.

Wersig, Gernot (2000): Informations- und Kommunikationstechnologien. Eine Einführung in Geschichte, Grundlagen und Zusammenhänge (Konstanz)

IM Informationswissenschaftliche Methoden

  1. Informations- und Systemanalyse
  2. Benutzer- und Bedarfsanalyse

Behandelt werden Methoden und Verfahren des Wissenstransfers, kognitive Modelle etc. Gegenstand ist auch die Nutzer- und Akzeptanzforschung sowie die Diffusions- und Wirkungsanalyse. Ergebnisse der Kognitionswissenschaften und statistische Verfahren werden ggf. eingebracht.

Die Thematik wird in einer Vorlesung (VIM) und einer Übung (UIM) sowie in einem Proseminar (PM) behandelt. Die Übung ist dabei als selbständige Veranstaltung zu sehen. Eine Abstimmung mit der Vorgehensweise der inhaltlich verwandten Vorlesung findet ggf. statt.

Literatur dazu:

Buder/Rehfeld/Seeger/Strauch, darin: Kap. C12 „Funktionale Informationsdienste“ (R. Schmidt); Kap F4 „Methoden der Informationsanalyse“ (Michael Kluck)

Böcker, H.-D. (Hrsg., 1993). Mensch-Computer-Kommunikation. Berlin et al.

Dirnbauer, Kurt (2000): Usability – Grundlagen, Beispiele, Trends

Heidtmann, F. (1971). Zur Theorie und Praxis der Benutzerforschung. München et al.

Herczeg, M.(1994). Software-Ergonomie. Bonn et al

Information aus sprachlich repräsentiertem Wissen.(1988) Antrag zu einem neuen DFGSchwerpunkt im Schnittbereich von Informationswissenschaft, Linguistik und Informatik. Konstanz

Panyr, J.; H.H. Zimmermann (1989). Information Retrieval: Aktive Systeme und Entwicklungen. In:Batori/Lenders/Putschke (Hrsg., 1989), 696-708

Salton, G.; M.J. McGill (1987). Information Retrieval. Hamburg et al.

IP Grundlagen der Informations- und Dokumentationspraxis

  1. Geschichte
  2. Bausteine

Geschichte der Information und Dokumentation, Institutionen, Verfahren: Textkondensierung, Katalogisierung, Ordnungssysteme.

Die Thematik wird in einer Vorlesung (VIP) und einer Übung (UIP) behandelt.

Literatur dazu:

BMFT (Hrsg.). Programm der Bundesregierung zur Förderung der Information und Dokumentation 1974-77 (IUD-Programm)

Buder/Rehfeld/Seeger/Strauch, darin: Kap. A „Gegenstand der Information und Dokumentation“ (Th. Seeger); Kap. C3 „Online-Dienste“ (J. Kind); Kap. F6 „Informationspolitik“ (Th. Seeger); Kap F9 „Zum Stand der Professionalisierung“ (Th. Seeger)

Fachinformationsprogramme 85-88 und 90-94 der Bundesregierung

Gaus, Wilhelm (2003). Dokumentations- und Ordnungslehre. Berlin

Gaus, Wilhelm (2002): Berufe im Informationswesen: Ein Wegweiser zur Ausbildung. (Berlin)

Lancaster, F.W. (1991). Indexing and Abstracting in Theory and Practice. London: The Library Association

Schröder, Thomas (Hrsg., 2000): Auf dem Weg zur Informationskultur. Wa(h)re Information? (Düsseldorf)

MP Methoden und Verfahrensweisen praktischer Information und Dokumentation

  1. Bibliotheken / Archive
  2. Dokumentationsstellen

Organisation, Bestandsverwaltung, Ablauf- und Budgetplanung in Bibliotheken und Informations- und Dokumentationsstellen. EDV-Einsatz in Katalogen und Katalogisierung. Bibliometrie und Informetrie als Entscheidungshilfen.

Die Thematik wird in einer Vorlesung (VMP) und einer Übung (UMP) behandelt.

Literatur dazu:

Arms, William Y. (2000): Digital Libraries

Buder/Rehfeld/Seeger/Strauch, darin: Kap. D2 „Bibliographische Literaturinformationssysteme“ (W. Laux); Kap. D3 „Schriftgutverwaltung und Archivierung“ (A. Menne-Haritz)

Endres, Albert; Fellner, Dieter W. (2000): Digitale Bibliotheken (Heidelberg)

Hacker, R. (2000). Das bibliothekarische Grundwissen. München

Lai/Lu/MU, darin: Kap. M1 „Der Dokumentationsprozeß und seine Gliederung“ (K.-H. Meyer-Uhlenried), M2 „Das bibliothekarische Grundwissen des Dokumentars“ (P. Kaegbein), M3 „Grundbegriffe des Archivwesens für Dokumentare“ (H. Boberach), M4 „Informationstätigkeit“ (G. Wersig) und M5 „Die Beschaffung der dokumentarischen Bezugseinheiten“ (D: Marek).

Zimmer, Dieter E. (2000): Die Bibliothek der Zukunft. Text und Schriften in den Zeiten des Internets (Hamburg)

L Grundlagen der Informationslinguistik

  1. Repräsentation von Sprache
  2. Sprachbarrieren

Behandelt wird die Umsetzung und Anwendung sprachwissenschaftlicher Modelle und Verfahren in der sprachbezogenen Wissensvermittlung. Lexika, Register, Thesauri, Frage-Antwort-Systeme, Parsing (= algorithmische Sprachanalyse) und Sprachsynthese. Sprachbarrieren beim Wissenstransfer und ihre Überwindung: anwendungsorientierte maschinelle Indexierung, automatische Sprachübersetzung.

Die Thematik wird in einer Vorlesung (VL) und einem Proseminar (PL) behandelt.

Literatur dazu:

Bátori, I.; W. Lenders; W. Putschke (Hrsg., 1989). Computational Linguistics. An International Handbook on Computer-Oriented Language Research and Applications. Berlin et al.

Beaugrande, R.-A. de; Dressler, W.V. (1981). Einführung in die Textlinguistik. Tübingen

Buder/Rehfeld/Seeger/Strauch, darin: Kap. B3 “ Abstracts – Abstracting – Intellektuelle und maschinelle Verfahren“ (R. Kuhlen) und B4 „Indexieren, Klassieren, Extrahieren“ (G. Knorz)

Hutchins, W.J. (1986). Machine Translation: Past, Present, Future. Chichester

Kuhlen, R. (Hrsg., 1986). Informationslinguistik. Tübingen

Lai/Lu/MU, darin: Kap. T2 „Linguistische Grundlagen“ (R. Kuhlen)

Lobin, Henning (Hrsg.) (2001): Sprach- und Texttechnologie in digitalen Medien (Gießen)

Luckhardt, H.-D.; H.H. Zimmermann (1991). Computergestützte und Maschinelle Übersetzung – Praktische Anwendungen und angewandte Forschung. SprachwissenschaftComputerlinguistik Band 14. Saarbrücken

Schwarz, C.; G. Thurmair (1986). Informationslinguistische Texterschließung. Hildesheim

Zimmermann, H.H. (Hrsg., 1987). Der Transfer informationslinguistischer Technologien am Beispiel von CTX und ITS. Veröffentlichungen der FR Informationswissenschaft. Saarbrücken: Universität des Saarlandes.

Zimmermann, H.H.; E. Kroupa; G.C. Keil (Hrsg., 1983). CTX – Ein Verfahren zur computergestützten Texterschließung. Forschungsbericht ID 83-006 Information und Dokumentation des BMFT. Karlsruhe: FIZ Karlsruhe.

T Grundlagen der Informationstechnologie

  1. Informationsnetzwerke
  2. Informationsbanken

Grundzüge der Nachrichten- und Informationstechnik. Öffentliche und private (technische) Netze. Die Grundstruktur von Datenbanksystemen, Informationsbanken (Referenz-, Faktenbanken…), die Techniken der neuen Medien und des elektronischen Publizierens (EP) inkl. der Textverarbeitung und des Bereichs Hypermedia. Informationspräsentation

Die Thematik wird in einer Vorlesung (VT) und einem Proseminar (PT) behandelt.

Literatur dazu:

Behme, Henning; Mintert, Stefan (2000): XML in der Praxis: Professionelles Web-Publishing mit der Extensible Markup Language (München)

Buder/Rehfeld/Seeger/Strauch, darin: Kap. B10 „Elektronisches Publizieren“ (K. Böhle), C11 „Electronic Document Delivery“ (A. Oßwald), C6 „Bürokommunikation“ (B. Hamacher), C3 „Online-Dienste“ (J. Kind) und E6 „Kommunikationsnetze und Datenkommunikation“ (K. Löns)

Castells, Manuel (2001): Das Informationszeitalter I – Die Netzwerkgesellschaft, Opladen

Harasim, L.M. (Hrsg., 1993). Global Networks: computers and international communication. Massachusetts Institute of Technology

Hartmann, Werner; Näf, Michael; Schäuble, Peter (2000): Informationsbeschaffung im Internet. Grundlegende Konzepte verstehen und umsetzen (Zürich)

Hofmann, M.; Simon, L. (1995). Problemlösung Hypertext. München et al

Klau, P. (1994). Das Internet – weltweit vernetzt. Vaterstetten b.M.

Krol, E. (1995), Die Welt des Internet. Bonn

Schwabe, Gerhard; Streitz, Norbert; Unland, Rainer (Hrsg.)(2001) : CSCW-Kompendium. Lehr- und Handbuch zum computerunterstützten kooperativen Arbeiten (Berlin)

Steinmetz, R. (1993). Multimedia-Technologie. Berlin et al

R Repräsentation von Wissen

  1. Klassifikation und Thesauri
  2. neue Formen der Repräsentation

Gegenstand sind die wichtigsten Klassifikationssysteme (z.B. die Patentklassifikation), die Prinzipien der Thesauruskonstruktion und deren Anwendungen sowie neuere Formen der Wissensrepräsentation. Vorgestellt werden Systeme der maschinellen Indexierung sowie Ranking- und Clusteringverfahren. Einführung in die Inhaltsanalyse und die Grundlagen von Expertensystemen.

Das Thema wird in einer Vorlesung (VR) und einem Proseminar (PR) behandelt.

Literatur dazu:

Buder/Rehfeld/Seeger/Strauch, darin: Kap. B5 „Dokumentationssprachen“ (M. Burkart) und B6 „Neue Formen der Wissensrepräsentation“ (U. Reimer)

Dahlberg, I. (1974). Grundlagen universaler Wissensordnung. Pullach b. M.

Knorz, Gerhard; Otto, Christian (Hrsg., 2000: Informations- und Wissensmanagement. (Darmstadt)

Ohly, Peter; Ramstorf, Gerhard; Sigel, Alexander (2000): Globalisierung und Wissensorganisation: Neue Aspekte für Wissen, Wissenschaft und Informationssysteme (Würzburg)

Panyr, J. (1986). Automatische Klassifikation und Information Retrieval. Tübingen

Reimer, U. (1991). Einführung in die Wissensrepräsentation. Stuttgart

Svenonius, Elaine (2000): The Intellectual Foundation Of Information Organization (Massachusetts)

Wersig, G. (1985). Thesaurus-Leitfaden. München

S Soziale und psychische Faktoren der Information und Kommunikation

  1. Soziale Faktoren
  2. Psychische Faktoren

Soziale Faktoren bei der Konzeption von Informationssystemen; Ursachen und Konsequenzen des Wissenswachstums und der Publikationsflut; die Funktion der Medien im Kommunikationsprozeß und Wissenstransfer; Technikfolgenabschätzung.

Die Thematik wird in einer Vorlesung (VS) und einem Proseminar (PS) behandelt.

Literatur dazu:

Barrett, E. (Hrsg. 1992). Sociomedia. Cambridge, Ma.

Capurro, R. (Hrsg. 1995). Informationsethik. Konstanz

Kaiser, G. (Hrsg. 1993). Kultur und Technik im 21. Jahrhundert. Frankfurt

Lyon, D. (1988). The information society. Cambridge

Negroponte, N. (1995). Total digital. München

Nora, S.; A. Minc (1979). Die Informatisierung der Gesellschaft. Frankfurt/Main et al.

Rheingold, H. (1994). Virtuelle Gemeinschaft. Bonn

Schröder, Thomas (Hrsg.) (2000): Auf dem Weg zur Informationskultur. Wa(h)re Information? (Düsseldorf)

Teufel, S. et al. (1995). Computerunterstützung für die Gruppenarbeit. Bonn

Volkmann, H. (1984). Der strategische Abakus. München

Wersig, G. (1973). Informationssoziologie. Frankfurt

Wersig, G. (1993). Focus Mensch. Bezugspunkte postmoderner Wissenschaft: Wissen, Kommunikation, Kultur. Frankfurt

2.2.5 Veranstaltungen des zweiten Studienabschnitts

Die Veranstaltungen des zweiten Studienabschnitts sind nach den vier Schwerpunktbereichen des „Saarbrücker Modells“ gegliedert (vgl. Kap. 1). Studierende haben im Verlauf von vier Semestern die Gelegenheit, alle vier Schwerpunkte kennenzulernen. Die Möglichkeit, einen beliebigen Schwerpunkt für das Thema der Hauptseminarleistung(en) auszuwählen, ist durch die vorgegebenen Kapazitäten eingeschränkt, da in der Regel eine Arbeit nur im Rahmen des Themas eines Hauptseminars vergeben wird.

Die Veranstaltungen vertiefen schwerpunktspezifisch die Thematiken aus dem ersten Studienabschnitt. Ergänzend sind Grundveranstaltungen (Vorlesungen) des 1. Studienabschnitts zu belegen. Durch die thematische Variation im Hauptzyklus der querschnittsbezogenen Grundvorlesungen des ersten Studienabschnitts (z.B. VL, VT, VS, VR) wird sichergestellt, daß im Verlaufe eines achtsemestrigen Studiums inhaltliche Überlappungen weitgehend vermieden werden.

IO Informationsorganisation, -management

Betriebliche Information und Kommunikation, insbesondere Bürokommunikation. Betriebliche Benutzer- und Bedarfsanalyse, Nutzung externer Informationssysteme, Personal-Informationssysteme in ihren Möglichkeiten und ihrer Problematik.

Die Thematik wird in einer Vorlesung (VIO) und einem Hauptseminar (HIO, ausgewählte Themen) behandelt.

Literatur dazu:

Buder/Rehfeld/Seeger/Strauch, darin: Kap. D8 „Wirtschaftsinformation“ (J. L. Staud), F3 „Informationsmanagement“ (J. Herget) und F2 „Informationsökonomie“ (W. Schwuchow)

Heinrich, Lutz J. (1999): Informationsmanagement: Planung, Überwachung und Steuerung der Informationsinfrastruktur. München.

Knorz, Gerhard; Otto, Christian (Hrsg., 2000): Informations- und Wissensmanagement. (Darmstadt)

Scheer, A.-W. (1998). Wirtschaftsinformatik, Referenzmodelle für industrielle Geschäftsprozesse. Berlin et al.

Stock. W. (2000): Informationswirtschaft. Management externen Wissens. München, Wien: Oldenbourg

Vogel, E. (1992). Informationsmanagement. Konstanz

Wersig, G. (1989). Organisations-Kommunikation. Baden-Baden

FI Fachinformation

Ausgehend von den spezifischen Fachinformationsprogrammen insbesondere der Bundesrepublik Deutschland und den nationalen und internationalen Konzepten und Realisierungen der wissenschaftlich-technischen Information und Kommunikation werden v.a. Aspekte der Datenbankproduktion, des Vertriebs und der Nutzung vorgestellt. Auf wissenschaftliche Faktoren und insbesondere die Probleme der Sprachbarrieren und Möglichkeiten ihrer Überwindung wird eingegangen.

Die Thematik wird in einer Vorlesung (VFI) und einem Hauptseminar (HFI, ausgewählte Themen) behandelt.

Literatur dazu:

Buder/Rehfeld/Seeger/Strauch, darin: Kap. F6 „Informationspolitik“ (Th. Seeger) und B10 „Maschinelle Übersetzung“ (H. H. Zimmermann)

Fachinformationsprogramme der Bundesregierung. Bonn

Zwischenbilanz 1992 zum Fachinformationsprogramm der Bundesregierung 1990-1994 (1993). Bonn

Tagungsbände: Deutscher Dokumentartag, Online-Tagungen der DGI

PI Publikumsinformation

Funktion und Auftrag der Medien (Presse, Hörfunk und Fernsehen, Btx, Videotext …) werden u.a. thematisiert an den Mediengesetzen des In- und Auslandes. Eingeführt wird in Grundbegriffe, Modelle und Theorien zur Bedeutung und zur Auswirkung von Mediennutzung bzw. ihren Einfluß auf die Rezipienten. Daneben werden Produktionstechniken vorgestellt.

Die Thematik wird in einer Vorlesung (VPI) und einem Hauptseminar (HPI, ausgewählte Themen) behandelt.

Literatur dazu:

Beck, Hanno (2002): Medienökonomie – Print, Fernsehen und Multimedia. (Berlin)

Burkart, R. (1983). Kommunikationswissenschaft. Wien/Köln

Kiefer, Marie Luise (2001): Medienökonomik – Einführung in eine ökonomische Theorie der Medien

Früh, W. (1991). Medienwirkungen. Opladen

Merten, K.; Schmidt, S.J.; Weischenberg, S. (Hrsg., 1994). Die Wirklichkeit der Medien. Eine Einführung in die Kommunikationswissenschaft. Opladen

Internationales Handbuch für Hörfunk und Fernsehen 1992/93 (1992). Hans-BredowInstitut (Hrsg.). Baden-Baden et al.

Kaase, M.; Schulz, W. (Hrsg. 1989). Massenkommunikation. Theorien, Methoden, Befunde. Opladen

Böhme-Dürr, K.; Emig, J.; Seel, N. (Hrsg., 1990). Wissensveränderung durch Medien. Theoretische Grundlagen und empirische Analysen. München

II Informationsindustrie

Zur Informationsindustrie zählen die (traditionellen) Verlage, die Produzenten und Vertreiber von Datenbank-Informationen, die Informationsvermittler (Information Broker) allgemein. Hinzu kommen die Betreiber von (meist internationalen) Kommunikationsnetzen und Mailboxen. Auch die Produzenten von Publikumsinformationen sind hierzu zu rechnen.

Behandelt werden Fragen des Informationsmarktes, der Kosten- und Nutzenverhältnisse, der Wirkungen und der staatlichen (Förder-)Maßnahmen.

Das Thema wird in einer Vorlesung (VII) und einem Hauptseminar (HII, ausgewählte Themen) behandelt.

Literatur dazu:

Beck, Hanno (2002): Medienökonomie – Print, Fernsehen und Multimedia. (Berlin)

Buder/Rehfeld/Seeger/Strauch, darin: Kap. F5 „Marketing für die Informationsvermittlung“ (S. Grudowski)

Kiefer, Marie Luise (2001): Medienökonomik – Einführung in eine ökonomische Theorie der Medien

Kuhlen, R. (1995). Informationsmarkt. Konstanz

Rauch, W. (Hrsg. 1994). Mehrwert von Information – Professionalisierung der Informationsarbeit. Konstanz

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