Diese Website ist seit dem Ende des Studiengangs Informationswissenschaft
im Juni 2014 archiviert und wird nicht mehr aktualisiert.
Bei technischen Fragen: Sascha Beck - s AT saschabeck PUNKT ch
Drucken

Studium Informationswissenschaft

Studienführer Informationswissenschaft

Tips für Vorträge in Seminaren und Übungen

1. VISUALISIERUNGSMÖGLICHKEITEN

  • Flip-Chart: Karten vorher beschriften. Besonders gut ist es, wenn die Karten während des Vortrags an die Pinnwand geklebt werden, so daß sich langsam ein Gesamtbild ergibt. Kleben während des Sprechens für manchen ein Problem, ggf. üben. Und: Schrift auf Karten muß groß und lesbar sein.
  • Tafel: Auch hier gilt: Schrift muß lesbar sein. Ggf. vorher Kreide besorgen.
  • Overheadprojektor: Folien nicht mit Text überladen. Schrift muß groß genug sein (ab Schriftgröße 14) . Quellen nennen. Auf Folien sollten stehen: Zahlen, Thesen, Definitionen, Grafiken, Gliederung. Folien sollten nicht vom Thema ablenken. Daher: bei Themawechsel Projektor ausschalten. Problematisch ist aber das Abdecken einzelner Folienteile – dies lenkt erst recht die Aufmerksamkeit auf die Elemente, die „versteckt“ werden sollen. Folienstift und leere Folie für Ergänzungen nicht vergessen.
  • Handout (s. unten)
  • Beamer: Zur Präsentation von Seiten per PC. Mit dem Programm „PowerPoint“ läßt sich auch ein Timer einstellen, so daß die Seiten nach einer bestimmten Zeit automatisch wechseln (was natürlich nicht immer sinnvoll ist). Bei Online-Präsentationen, z.B. von Internetseiten, beachten: Internet-Adressen kurz vorher noch einmal überprüfen. Zur Sicherheit auch Offline-Versionen erstellen, falls die Online-Verbindung während es Vortrags nicht klappt.

2. DER FREIE VORTRAG

  • Stichwörter für den Vortrag: Karteikarten eignen sich hierfür. Sie sind sehr übersichtlich, professionell – aber Achtung: Karten werden leicht vertauscht. 
  • Vorher üben: Mit einem Testdurchgang lassen sich Schwächen entdecken und prüfen, ob der Zeitrahmen eingehalten wird. Vortrag am besten vor Publikum (Freunde, WG) üben. Dann läßt sich auch die Verständlichkeit prüfen.
  • Literatur mitbringen: Auf diese Weise kann man bei schwierigen Nachfragen auch Details wiedergeben.
  • Sitzen oder Stehen: Sitzen ist für den unsicheren Referenten unter Umständen die Position, die mehr Sicherheit gibt. Im Stehen hat man dagegen mehr Luft für den Vortrag, auch der Blickkontakt zum Publikum ist einfacher.
  • Sprechen: Langsam, laut und deutlich sprechen
  • Satzbau: Kurze Sätze

3. BEZUG DES MÜNDLICHEN REFERATS ZUR SCHRIFTLICHEN HAUSARBEIT

  • Vortrag: eine fertige schriftliche Hausarbeit eignet sich schlecht als Vorlage für den Vortrag. Für’s Vortragen formuliert man anders (kürzere Sätze!) als für das schriftliche Referat.
  • Ausarbeitung der Hausarbeit: In die schriftliche Hausarbeit werden gegebenenfalls Anmerkungen und Diskussionsbeiträge zum Vortrag eingearbeitet.

4. WIE KANN MAN DAS PUBLIKUM BEIM VORTRAG EINBEZIEHEN?

  • Blickkontakt: Möglichst zum gesamten Plenum, nicht nur zum Dozenten.
  • Zwischenfragen: nicht nur zugelassen, sondern ausdrücklich erwünscht.
  • Fragen an das Publikum: Auf diese Weise ist das Publikum bei der Entwicklung des Themas beteiligt. Nachteile: Diese Technik verlängert den Vortrag. Sie erfordert vom Referenten außerdem die Fähigkeit, auch unerwartete Aspekte in den Vortrag einzubeziehen und ggf. Unsinniges höflich, aber verbindlich und kompetent zurückzuweisen.
  • Klarer Standpunkt: Je nach Thema können auch provozierende Thesen eine Möglichkeit sein, das Publikum anzusprechen.

5. WELCHE REFERATSINHALTE SOLL MAN VORTRAGEN?

  • Leitfragen, wichtige Thesen
  • Das Thema zu Beginn ruhig noch mal nennen
  • Definitionen, wichtige Begriffe erläutern
  • Kerninhalte
  • Fazit, Schlußfolgerungen
  • Gliederung als Orientierungsrahmen für das Publikum
  • Beispiele bringen
  • Weglassen kann man: Details, Bekanntes
  • Bei empirischen Arbeiten sollte auch das methodische Vorgehen vorgestellt werden.

6. WAS GEHÖRT INS HANDOUT?

  • Formalia: Fachrichtung, Proseminar/Übung, Seminarleiter(in), Name, Datum, Thema, eigene Adresse und e-mail-Adresse
  • Umfang: 1 bis 2 Seiten ( = 1 Blatt)
  • Inhalte: Kerninhalte darstellen
  • Form: Auch Handout gliedern. Lieber ganze Sätze statt Stichwörter, damit das Handout auch noch vier Wochen später verständlich ist.
  • Literaturhinweise und sonstige Quellenangaben

 

Ergebnis einer Gruppenarbeit beim Proseminar „Medien im Saarland“, SS 1999
Seminarleiter: Dr. Andreas Kindel;
Ergänzung und HTML-Umsetzung: Dr. Heinz-Dirk Luckhardt, 3.5.1999