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Identität und Geschichte der Informationswissenschaft

Informations- und Wissensmanagement

1.2 Eigenschaften von Information

Projekte: Identität und Geschichte der Informationswissenschaft

Informationen besitzen eine ganze Reihe von Eigenschaften, die man im Umgang mit ihnen, auch im Rahmen eines Informationsmanagements zu berücksichtigen hat.

Informationen sind:

* immaterielle Güter, die in der Regel nicht verbrauchen
* knappe Güter, d.h. sie kommen nicht im Überfluss vor. Lediglich Daten existieren im Überfluss, sie stellen unselektierte Informationen dar.
* keine „freien“ Güter, denn sie verursachen durch ihre Beschaffung, Bearbeitung, Speicherung und Weiterleitung Kosten.
* sehr leicht transportierbar, z.B. mündlich, schriftlich, optisch,…usw.
* auch ein Mittel der Personalführung, denn eine zielgerichtete Informations- und Kommunikationspolitik im Unternehmen beeinflusst das Verhalten der Mitarbeiter maßgeblich. Informationen können jedoch auch als Machtmittel missbraucht werden, daher muss ihre Nutzung ethischen Aspekten unterworfen werden.(vgl. Buder/Rehfeld/Seeger/Strauch, S. 782)

Darüber hinaus hat Information die Eigenschaft, dass sie einen bestimmten Wert bzw. Nutzen besitzt. Dieser hängt maßgeblich von der Art ihrer Verwendung ab. Daher kann Information auch als Ware auftreten, die gegen finanzielle Vergütung ausgetauscht wird. Dabei erhält jedoch der Käufer lediglich eine Kopie, so dass sich die Durchsetzung exklusiver Eigentumsrechte als sehr schwierig herausstellt, denn der Informationslieferant besitzt die Informationen ebenfalls weiterhin.4 (vgl. Krcmar, S. 24)

1.2.1 Repräsentationsformen:

Information kann aus drei verschiedenen Arten von Wissensquellen stammen:

* Papier (als Akte, Bericht, Dossier, Buch, Zeitschrift, usw.)
* elektronische Daten (als gespeicherte Datei, in Datenbanken, usw.)
* Know-how (z.B. in den Köpfen der Mitarbeiter => Wissen)

Jede dieser drei Repräsentationsformen besitzt ihre eigenen Vor- und Nachteile.
So hat die Papierform beispielsweise den Nachteil, dass sie unkomfortabel in der Weiterverarbeitung und Lagerung ist, welchen die elektronische Form nicht aufweist. Diese jedoch besitzt den Nachteil, dass elektronische Dateien beispielsweise viel leichter zu manipulieren sind.
Auf die Repräsentationsform Know-how wird im zweiten Teil der Arbeit unter dem Punkt „Wissensmanagement“ noch ausführlicher eingegangen.