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Identität und Geschichte der Informationswissenschaft

Information und Dokumentation

5. Aufgaben und Tätigkeiten der Information und Dokumentation

Projekte: Identität und Geschichte der Informationswissenschaft

Thema: ‚Information und Dokumentation‘

Ende des ausgehenden Jahrhunderts erweiterte sich das Archiv- und Bibliothekswesen um eine weitere Disziplin: die Informationsarbeit (IuD). Diese sollte dem Mengenproblem Rechnung tragen, dass durch eine stark angestiegene Zahl publizierter wissenschaftlicher Arbeiten, immer deutlicher wurde. Ziel der Informationsarbeit ist es zunächst, den Benutzer mit fachlichem, für ihn relevanten Wissen zu versorgen. Als Benutzer können alle Personen verstanden werden, die bestimmte Informationen benötigen, z.B. Wissenschaftler, Studenten, Ärzte, Politiker u.s.w..

Die Aufgaben bzw. Tätigkeiten der IuD / Informationsarbeit lassen sich im Wesentlichen in folgende Bereiche gliedern (vgl. Definition Dokumentation):

  1. Input:
    Darunter können die Arbeitsschritte gefasst werden, die sich mit dem Sichten, der Auswahl und der Beschaffung der Wissensquellen beschäftigen. Außerdem werden darunter die Inhaltserschließung, sowie die Speicherung der zuvor ausgewählten Dokumente verstanden.
  2. Darstellung und Aufbereitung:
    Die Darstellung der Daten erfolgt in entsprechenden Systemen, beispielsweise Datenbanken, Hypertext-Systemen, online-Diensten, CD-ROM Produkten oder Ähnlichem. Darüber hinaus können die einzelnen Daten zusammengefasst, verdichtet, veredelt bzw. gestrafft werden. Auch eine Umsetzung in verschiedene Darstellungsformen oder in anderen technischen Darstellungsmedien ist denkbar. Man spricht hier von interner Aufbereitung. Der „reinen“ Information wird ein „informationeller Mehrwert“ hinzugefügt.
  3. Output:
    Die neu entstandenen Informationen, häufig auch „Informationsleistungen“ oder „Informationsdienstleistungen“ genannt, werden nun genutzt, verteilt und vermarktet. Sie sind der wesentliche Bestandteil des vielschichtig strukturierten Informationsmarktes. An ihm sind verschiedene Informationsvermittlungsstellen, die über unterschiedliche Möglichkeiten der elektronische Dokumentenverarbeitung verfügen, mit ihren komplexen Informations- und Beratungsleistungen beteiligt.

Generell festhalten lässt sich hier, dass die wichtigste Aufgabe der Dokumentation ist, die von dem Benutzer herangetragene Suchfrage mit möglichst allen zutreffenden Informationen zu beantworten. Allgemein formuliert kann also die Information als „Ziel“, die Dokumentation als „Weg“ zum Ziel betrachtet werden.

Auch wenn diese Begriffe sich in der Form „einfach“ voneinander abgrenzen lassen, wird deutlich, dass sie über einen gemeinsamen Kern verfügen: die Datenbasis. Sie ist angefüllt mit Dokumenten aus einem bestimmten Wissensgebiet und stellt somit eine „Wissensbasis“ da. Um dem Benutzer einen möglichst schnellen Zugriff auf das „gespeicherte“ Wissen zu ermöglichen, wird zunächst die interne Repräsentation der Daten (der gesammelten Dokumentationseinheiten) verbessert, d.h. als Datenbank (nach dokumentarischen Methoden recherchierfähige Datei, die auf einem Rechner installiert ist) aufbereitet.

Der Benutzer dieser Datenbank hat nun die Möglichkeit, seine für ihn wichtigen Informationen aus der vorhandenen Datenbasis zu entnehmen.

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