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Identität und Geschichte der Informationswissenschaft

Bibliotheken

4. Hauptgruppen von Bibliotheken

Projekte: Identität und Geschichte der Informationswissenschaft

(nach Funk: Organisationsformen von Bibliotheken. http://www.ib.hu-berlin.de/~rfunk/fernstudium/biborg.html, letzter Zugriff 20.11.2001; und Hacker, R: Bibliothekarisches Grundwissen, München 1992: Saur; sowie: Krauß-Leichert, Ute: Einsatz neuer Technologien im Bibliothekswesen in Bibliothekspraxis, Bd. 29, München 1990, K G Saur, S. 71-76)
Die Bibliotheken werden heute in zwei große Gruppen unterschieden: wissenschaftliche und öffentliche Bibliotheken.

4.1 Wissenschaftliche Bibliotheken
4.2 Öffentliche Bibliotheken

4.1 Wissenschaftliche Bibliotheken
Wissenschaftliche Bibliotheken sind Büchersammlungen für Studien- und Forschungszwecke: Die Benutzer sind vorwiegend wissenschaftlich arbeitendes Personal. Sie werden von öffentlichen Trägern – Bund, Länder, Städte – finanziert, stellen ihren Bestand der Öffentlichkeit mit gewissen Einschränkungen zur Verfügung und werden im „Jahrbuch deutscher Bibliotheken” ausgewiesen.
Sie werden eingeteilt in:
  • Bibliotheken mit überregionaler Bedeutung (Nationalbibliotheken)
  • Bibliotheken mit regionaler Bedeutung (Landesbibliotheken)
  • Universitäts- und Hochschulbibliotheken und
  • Spezialbibliotheken (Fachbibliotheken)

Als zukünftige Aufgaben werden von Bibliothekaren genannt:

  • Hier wurde überwiegend die Informationsvermittlung d.h. das Vermitteln von Informationen mit Hilfe von Datenbanken (Literatur- und Fachdatenbanken) incl. der Selektion von Informationen genannt.
  • Informations- und Kommunikations-Technologien werden stärker genutzt werden, sowohl vom Bibliothekar als auch vom Benutzer
  • Der Medienbestand wird durch non-book-Materialien erweitert werden.

4.2 Öffentliche Bibliotheken
Sammlung allgemeiner Informationen, die Bücher werden der gesamten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, Übergang zur wissenschaftlichen Literatur ist fließend, finanziell werden sie von Kommunen unterhalten, gelegentlich gewähren die Länder ebenfalls Zuschüsse, werden im „Handbuch öffentlicher Bibliotheken” verzeichnet.
Sie haben i.d.R. keine Archivfunktion, eine Ausnahme bilden die großen Stadtbibliotheken. Es wird regelmäßig ausgesondert, so dass die Bestände aktuell und die Kataloge überschaubar bleiben. Die Bestände werden in der Freihandaufstellung zur Verfügung gestellt. Sonderformen von öffentlichen Bibliotheken sind Kinder- und Jugend-, Schul-, Musik- und Werkbibliotheken und die soziale Bibliotheksarbeit. Dazu zählen Bibliotheken in Altenheimen, in Krankenhäusern, in Gefängnissen, Bibliotheken für Gastarbeiten, die vorrangig fremdsprachige Literatur sammeln und der Bücherhausdienst für gehbehinderte Menschen.
Sie werden unterteilt in:
  • Gemeindebibliotheken
  • Stadtteilbibliotheken
  • Stadt- und Kreisbibliotheken
  • Bibliothekssysteme in großen Städten bzw. in Landkreisen (Zentral- und Zweigbibliotheken, Fahrbibliotheken)

Als zukünftige Aufgaben werden von Bibliothekaren genannt:

  • Für das öffentliche Bibliothekswesen wurde überwiegend die Erweiterung des Medienbestandes durch Einbeziehung von non-book-Materialien, also Videos, Softwareprogramme, CD-ROMs etc. genannt.
  • Weiterhin wurde der verstärkte Einsatz bzw. Ausbau von Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die Informationsvermittlung genannt. Viele sehen die Bibliothek zukünftig als Kommunikationszentrum.

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