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Identität und Geschichte der Informationswissenschaft

Archive

6. (Neue) Medien zur Archivierung

Projekte: Identität und Geschichte der Informationswissenschaft

Das Ziel in Archiven ist, die Originaldokumente im Originalzustand zu erhalten, da sich der Wert nicht nur aus dem Inhalt ergibt. In der Regel lässt nämlich auch der äußere Zustand wertvolle Rückschlüsse auf das Dokument zu. Zu dieser traditionellen Sichtweise tritt zunehmend die Digitalisierung, also die Speicherung von Archivgut mit elektronischen Medien. Der Vorteil der traditionellen Archivierung ist der unmittelbare Zugang zum eigentlichen Dokument mit all seinen Informationen und Eigenarten, die bei der Digitalisierung nur unzureichend abgebildet werden können. Dagegen bietet eine Digitalisierung die Integration der Dokumente in ein Information-Retrieval-System mit vielfältigen Suchmöglichkeiten.

Gedruckte Werke können elektronisch als Faksimiles oder per OCR (optical character recognition, optische Zeichenerfassung) erfasst werden. Alte Handschriften können nur mit ersterem Verfahren behandelt werden; das letztere wendet man am Besten auf neuere gedruckte Texte mit Standard-Schrifttypen an.

Auch im Bereich der Archivierung von Bild-, Ton- und Filmdokumenten (audiovisuelle Materialien, vgl. Leenings 1997 und Harms 1997) werden zunehmend elektronische Medien eingesetzt. Hier und bei den gedruckten Werken ist eines der Probleme die Haltbarkeit von Medien, wobei „Haltbarkeit“ ein komplexer Begriff ist (vgl. auch Künzli 1998). Darunter ist einerseits die materielle Haltbarkeit zu verstehen (wobei Papier immer noch das haltbarste Material ist), anderseits die Benutzbarkeit von Hard- und Software, die angesichts der sich rasch fortentwickelnden Informationstechnik, die jede Hard- und Software rasch altern lässt, ein schwerwiegendes Problem darstellt.

An dieser Stelle konnten nur einige relevante Gesichtspunkte angesprochen werden. Näheres ist der angegebenen Literatur zu entnehmen.

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