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Identität und Geschichte der Informationswissenschaft

Internet-Tauschbörsen

Internet-Tauschbörsen

Projekt: Beiträge zur Website der Informationswissenschaft

Was sind Tauschbörsen?

Internettauschbörsen sind einfach gesagt virtuelle Marktplätze, wo mit digitalen Dokumente gehandelt wird. Getauscht wird nicht Ware gegen Geld, sondern Ware gegen Ware; D.h. ich stelle meine Dateien zur freien Verfügung und bediene mich an den Dateien anderer. Diese „Freigiebigkeit“ wird natürlich ungemein erleichtert durch die Tatsache, daß Dateien nicht wirklich getauscht, sondern vom Anbieter zum Empfänger kopiert werden.

Auf der technischen Seite gibt es grob zwei Möglichkeiten, einen solchen Internet-Basar zu realisieren: In der Mitte, als „Marktplatz“ zwischen den Teilnehmenden Dateianbietern steht immer ein Internet-Sever, ein Computer, der die Tauschgeschäfte organisiert.

Die erste Möglichkeit ist ein FTP-Server, wie z.B. dieser Webserver. Alle Seminarteilnehmer haben ihre Hausarbeiten in Form von Webseiten auf diesen FTP-Server geladen und jeder mit a) einem Internetbrowser und b) Kenntnis von der Adresse dieses Servers, kann sich diese Inhalte nun wieder ansehen, herunterladen. Genauso kann funktioniert dies mit allen möglichen Dateiformaten und allen möglichen Inhalten, sei es Musik, Bilder, Filme, alles, was sich digital speichern lässt.
Im Übertragenen Sinne bietet der Basarleiter also einen großen Platz, wo alle zum Tausch freigegebenen Dinge gesammelt und von Interessenten abgeholt werden können.


Filesharing mit FTP-Server

Die zweite Möglichkeit ist für den Basarleiter mit geringfügig mehr Verwaltungsaufwand verbunden, aber kostengünstiger, weil er keinen Platz mehr für die zu tauschenden Waren zur Verfügung stellt. Die Tauschwilligen tragen sich auf einer Liste ein und behalten Ihre Waren einfach zuhause. Als Suchender wende ich mich an den Basarleiter um die Liste einzusehen und besuche die Tauschpartner direkt, um ihr Angebot einzusehen.
Diese Methode nennt sich „Filesharing“ und die technische Realisierung nennt sich Peer-To-Peer, P2P (Peer = in etwa „Spielkamerad“). Man benötigt auf dem Rechner, der die zu „sharenden“ Dateien enthält eine meist leicht zu installierende Software, einen sogenannten Filesharing-Client wie z.B. Kazaa.
Mit diesen wird man ohne weiteren Aufwand bei einem Server eingetragen und erhält Zugang zu allen anderen dort angemeldeten Clients. Der Vorteil vor allem bei neueren Systemen ist, daß eine mehrfach vertretene Datei simultan von mehreren Anbietern gleichzeitig geladen werden kann, womit der Ursprüngliche Nachteil gegenüber FTP-Servern – nämlich die langsame Übertragungsgeschwindigkeit – ausgehebelt ist.


Filesharing mit Peer-to-Peer

Der so entstehende Basar ist atemberaubend: Bei z.B. über 187 Millionen Kazaa-Benutzern, von denen immer über 4 Millionen gleichzeitig online sind, gibts es nichts, was man nicht findet. Aufgrund der hohen Popularität werden auf den folgenden Seiten als Tauschbörsen auch nur noch diese P2P-Netzwerke betrachtet.

  1. Einleitung
  2. Was sind Tauschbörsen?
  3. Legal…? Illegal…? Ganz egal?
  4. Geschichte und Entwicklung
  5. Quellen
  6. Links zum Thema