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Identität und Geschichte der Informationswissenschaft

Cyberwar und Information Warfare

Cyberwar und Information Warfare

Information Warfare von Regierungen
Aber nicht nur Wirtschaftsunternehmen sind betroffen sondern auch oft Regierungen. Während des zweiten Golfkrieges stahl ein dänischer Hacker Informationen über amerikanische Truppenbewegungen und wollte diese dem Irak verkaufen. Dort glaubte man allerdings nicht dass es sich um offizielle Daten handelte und schlug das Angebot aus. Im Februar 1999 wurde ein israelischer Jugendlicher in Jerusalem wegen Verschwörung verurteilt, weil er in das Computernetz des Pentagon eingedrungen war.
In Europa gibt es zur Zeit noch keine Behörde, die sich mit Information Warfare beschäftigt. Diese Aufgabe fällt den Polizeibehörden der Mitgliedsstaaten zu. In den USA wurden in den letzten Jahren allerdings mehrere Behörden und staatliche Initiativen gegründet, die sich mit diesem Thema auseinandersetze. Drei dieser Institutionen möchte ich hier näher vorstellen.
Infragard
Infragard ist eine Organisation, die von der amerikanischen Regierung, Universitäten und Konzernen sowie von den Polizeibehörden gebildet wurde. Die Regierung beteiligt sich durch FBI und NIPC (National Infastructure Protection Center) an Infragard. Bei diesem Projekt geht es vor allem darum die kritischen infrastrukturellen Einrichtungen des Landes zu schützen. Wichtige Informationen sollen auf diesem Wege allen Beteiligten zugänglich gemacht werden. Die Organisation soll Schutz bieten, sowohl gegen Cyberterrorismus und Hackerangriffe, als auch gegen Bedrohungen die von anderen Staaten ausgehen, also Nachrichtendienste und sogenannte „Cyber Warrior“.
National Infrastructure Protection Center (NIPC)
Das NIPC wurde 1998 von verschiedenen amerikanischen Regierungsbehörden unter Leitung des FBI gegründet. Die Behörde arbeitet eng mit privaten Firmen zusammen. Das Ziel dieser Behörde ist der Schutz von infrastrukturellen Einrichtungen.
Office of Global Communication
Mit einer anderen Art von Information Warfare beschäftigt sich das Office for Global Communications. Hier geht es um die Darstellung der USA in der Öffentlichkeit. Zur Zeit beschäftigt man sich hier vor allem mit anstehenden Kriegen. Das eigentliche Ziel dieser Behörde ist die Bereitstellung von Informationen über die USA und deren Regierung, man richtet sich hier vor allem an ein nicht amerikanisches Publikum und die Medien.