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Identität und Geschichte der Informationswissenschaft

Die Digitale Kluft

digitalekluftkampf.html

3. Wie ist die Digitale Kluft zu bekämpfen?

Theoretische Ansätze:

In seiner Master-Thesis stellt Carsten Friedland eine Reihe möglicher Strategien im Kampf gegen die digitale Kluft auf. Sie umfassen Initiativen zur Förderung des physischen Zugangs zu Informations- und Kommunikationstechnologien sowie des Verständnisses der Technologien und des nötigen Fachwissens.

 Als wichtigste Akteure im Kampf gegen die Digitale Kluft nennt er u.a.: Hard – und Software Hersteller, den Telekommunikationssektor, den Verbraucherschutz und internationale Organisationen (wie ITU, W3C).

Auch die Industrie und nationale Regierungen, so Friedland, können die digitale Kluft wesentlich beeinflussen. Hierbei seien folgende Bereiche der nationalen Politik wichtig: die nationale Infrastruktur, ein IKT-bezogenes Bildungsangebot, die Zoll und Handelspolitik und der Bereich des Datenschutzes und der Datensicherheit

Der Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien müsse durch eine Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte erleichtert und das Angebot an Open Source Software, sowie an preisgünstiger Hardware (z.B. Simputer und Volkscomputer) erweitert werden. Zudem sollten mehr Internetzugangsmöglichkeiten, bspw. durch Telezentren, geschaffen werden.

Informations- und Kommunikationstechniken müssen, nach Meinung des Autors, eine stärkere Rolle in der Entwicklungszusammenarbeit spielen, wenn sich die digitale Kluft nicht vergrößern soll.

Hilfsorganisationen hätten bereits große Erfahrung im Technologietransfer gesammelt, die es zu nutzen gelte. Um einen erfolgreichen Erfahrungsaustausch zwischen den Hilfsorganisationen zu gewährleisten und Duplizierungen zu verhindern, habe die Koordinierung der verschiedenen IKT-Aktivitäten oberste Priorität.

Vor allem müssten Entwicklungsländer bei der Erstellung nationaler IKT – Strategien unterstützt und beraten werden. Darüber hinaus sollte man Ihnen verstärkt Einflussnahme auf die Politik der international tätigen IKT-Organisationen gewähren. 

Die Nachhaltigkeit von IKT-Projekten ist, laut Friedland, nur durch die Förderung lokalen Fachwissens zu erreichen, da dieses in der Lage sei, die wirtschaftliche Entwicklung ankurbeln, wie es das Beispiel der indischen Software Industrie illustriere. Der nächste Schritt sei dann die Entwicklung eines lokalen IKT-Sektors dessen Ziel mitunter auch die Erstellung von lokalen Internet-Inhalten sein sollte. Gute Chancen auf Nachhaltigkeit hätten IKT-Projekte auch durch dauerhafte Allianzen zwischen Hilfsorganisationen und der lokalen Industrie.

 

 Anfangsseite

1. Was ist die Digitale Kluft?

2. Die Digitale Kluft in Zahlen

3. Wie ist die Digitale Kluft zu bekämpfen(Theorie)?

Der Kampf gegen die Digitale Kluft in der Praxis

4. Digitale Kluft und Wissenskluft

5. Die Digitale Kluft – lediglich ein Scheinproblem?

6. Quellen/Links