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Buchbesprechungen

Jakob Nielsen: Designing Web Usability

Zusammenfassende Darstellung

Kurzbeschreibung
Das Buch „Designing Web Usability“ von Jakob Nielsen wird als universelles Handbuch zur Gestaltung von Webseitenangesehen. Jakob Nielsen stellt die Dos und Dont’s moderner Webgestaltung an einer F�lle von Beispielen dar, die er als Usability-Forscher untersucht hat: Denke an die Bed�rfnisse des „durchschnittlichen Anwenders“. Wie nimmt man den User an die Hand? Womit vergrault man ihn?
Usability – Bedienbarkeit ist ein Faktor den viele Web-Designer heute untersch�tzen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf formalen Fragen zum Seiten- und Inhaltsdesign, zum Sinn und Unsinn von Multimedia-Elementen; Nielsen bezieht aber auch auf Fragen der Technik mit ein und w�gt den Aspekt der reichweite des Mediums gegen�ber der Lokalbedeutung der Inhalte ab.

1 Warum Web Usability?
Nicht �berfrachtete Websites binden den Besucher, sondern m�glichst einfache, gut bedienbare Websites sind gefragt. So erkl�rt sich der „Erfolg des Einfachen“. (Deutscher Titel des Buches).
Ein m�glicher Kunde hat schnell eine Website wieder verlassen, da die Konkurrenz der ganzen Welt nur einen Mausklick entfernt ist.

2 Die Gestaltung der Webseite (Page)
Eine Webseite sollte beherrscht sein von Einfachheit, da der Benutzer die Webseite meist aufgrund des Inhaltes betritt und nicht wegen dessen Design. Abgesehen vom Inhalt und dessen Pr�sentation ist es wichtig vielen Benutzern die Seite zug�nglich zu machen. Deshalb bildet die Ber�cksichtigung alter Technologien und Software einen weiteren Schwerpunkt dieses Kapitels. Der Autor empfiehlt sicherzustellen, dass eine Webseite auch mit einem zwei Jahre alten Webbrowser, ebenso alter Software und einem kleinen Monitor laufen muss.

3 Die Gestaltung des Inhaltes
Das Wichtigeste eines Webauftritts ist der Inhalt. Das Design einer Seite dient ausschlie�lich dazu dem User den Inhalt n�her zu bringen. Wegen des Inhaltes geht der User online und auf ihn ist sein Fokus gerichtet w�hrend eine Seite geladen wird.
F�r die Usability stehen zwei Punkte im Vordergrund: die Qualit�t des Inhaltes und die Zug�nglichkeit der Information. In diesem Kapitel geht es also um folgende Fragen des Users :

  • Wie finde ich die richtige Webseite?
  • Was wird mir dort geboten?
  • In wie weit kann mir diese Seite beider L�sung meines Problems helfen?

4 Die Gestaltung der gesamten Webseite (Site)
Leider zeigt die Erfahrung vieler Internetbenutzer, dass sie sich vermehrt auf unerw�nschten Seiten aufhalten als auf den Gew�nschten. Befindet sich der User im Netz erwartet er schon den �rger, den das Seitenchaos mit sich bringt bevor er einen Erfolg erzielt.
Im Kapitel „Site Design“ berichtet Jakob Nielsen von der Hoffnung, sich in Zukunft nur durch die relevanten Seiten navigieren zu k�nnen, um seine Zeit nicht auf nutzlosen „pages“ zu verschwenden.
Um dem User mehr Erfolge zu erm�glichen ist es n�tig den Webauftritt einheitlich zu gestalten und ausf�hrlichst zu beschreiben.

5 Intranet Design Im Kapitel „Intranet Design“ unterscheidet Jakob Nielsen ganz klar zwischen Internet Design und Intranet Design. Der wichtigste Grund daf�r ist, dass die interne und die externe Webseite zwei grundverschiedene Informationsplattformen darstellen. Dar�ber hinaus bedienen sich beide Seiten unterschiedlicher Technik, haben verschiedene Benutzer und arbeiten somit auf verschiedene Ziele hin.
Externe Webseiten sollten also ein „user-centered“, interne Webseiten ein „customer-centered“ Design haben.

6 Die Zug�nglichkeit f�r Benutzer mit Behinderungen Dieses Kapitel beschreibt verschiedene Formen von Behinderungen, die beim Entwurf einer Webseite ber�cksichtigt werden sollten. Jakob Nielsen geht dabei besonders auf Visual-, Auditory-, Speech-, Motor- und Cognitive Disabilities ein und empfiehlt die �berpr�fung der Seite auf einem „Text-Only-Browser“. Sieht die Seite gut aus und funktioniert, ist sie aller Wahrscheinlichkeit nach zug�nglich f�r Benutzer mit Behinderungen.

7 Der internationale Gebrauch: Angebot f�r ein weltweites Publikum Schauen Sie �ber den Tellerrand hinaus und gestalten Sie ihre Webseite nicht nur f�r die Menschen ihres eigenen Landes. Das Internet ist global und wird von der ganzen Welt benutzt. Richtet man seinen Entwurf nur nach der eigenen Kultur aus, verliert man schnell die H�lfte der Welt als Kunden und Benutzer.
„Serving the global audience“ ist ein Kapitel, was sich mit der Offenheit des Designers gegen�ber anderen L�ndern, Menschen und Techniken besch�ftigt.

8 Aussichten
In diesem Kapitel wagt Jakob Nielsen die Prophezeiung, dass das gedruckte Buch in n�herer Zukunft verschwinden wird. Das Internet wird 800 Millionen neue Benutzer bekommen, die ihre Gesch�fte haupts�chlich �ber das Internet abhandeln werden.
Es bleibt zu hoffen, dass die Nutzbarkeit des Internets weiter vorangetrieben wird um immer mehr Menschen dieses Medium zug�nglich zu machen.

9 Zusammenfassung: Einfachheit des Webdesigns
Am Ende des Buches reflektiert der Autos noch einmal die vorangegangenen Themen und fasst anhand seines „Home-Runs“ zusammen:
Was verspricht sich der User von meiner Webseite?

  • H igh-quality content
  • O ften updated
  • M inimal download time
  • E ase of use
  • R elevant to users‘ needs
  • U ique to the online medium
  • N et-centric corporate culture