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Buchbesprechungen

Jakob Nielsen: Usability Engineering

Inhalt: Kapitel 6

Im sechsten Kapitel besch�ftigt sich Nielsen mit „Usability Testing“, was den praktischen Tests mit Testkandidaten beinhaltet. Im einem kurzen Vorwort geht der Autor zum Beispiel n�her auf die Zuverl�ssigkeit und die Auswertbarkeit von solchen Tests ein.

Das erste Unterkapitel beginnt mit „Test Goals and Test Plans“, was nichts anderes bedeutet, als dass sich der Tester oder Entwickler erst einmal Gedanken machen sollte wie die Tests durchgef�hrt werden sollen und was man durch die Tests erreichen will. Man sollte aber schon bei der Planung beachten, wie hoch das eingeplante Testbudget ist, um nicht sp�ter feststellen zu m�ssen, dass das Geld zu knapp wird.

Der n�chste Schritt lautet „Getting Test Users“. Die Testanwender sollten nat�rlich repr�sentativ f�r den Entanwender sein und in ausreichender Anzahl zur Verf�gung stehen. Es gilt zu beachten, dass man z.B. eine Benutzeroberfl�che sowohl mit Probanden, die nicht soviel Erfahrung im Umgang mit Computern haben, als auch mit Computerexperten testen muss.

Das Kapitel „Choosing Experimenters“ ist dann den Versuchsleitern gewidmet. Diese sollten sowohl von den Arten der Versuche Ahnung haben, als auch vom getesteten Produkt selbst. Die optimale L�sung ist es, wenn die Designer pers�nlich auch als Versuchsleiter fungieren k�nnen, um die Probleme schnell zu erkennen, und dann selbst L�sungen zu finden.

Im vierten Unterkapitel „Ethical Aspects of Tests with Human Subjects“ warnt Jakob Nielsen davor, die Testkandidaten wie Versuchsobjekte zu behandeln. Man sollte sie nicht verunsichern, hetzen oder gar beschimpfen. Die Probanden sollten sich wohlf�hlen und h�flich behandelt werden. Auch das Ergebnis des Tests sollte ihnen nicht mitgeteilt werden, damit sich nicht das Gef�hl des Versagthabens einstellt.

„Test Tasks“ lautet das f�nfte Thema. Die �bungsaufgaben sollten nat�rlich wie die Testanwender selbst so repr�sentativ wie m�glich gestaltet sein. Sie sollten nicht zu lange dauern, erst leicht dann schwerer werdend und l�sbar sein.

Im sechsten Kapitel „Stages of a Test“ beschreibt Nielsen die normalerweise �blichen vier Phasen eines Testes. Diese sind erstens die Vorbereitung (prepapration), die der Testleiter durchf�hrt, dann die Einleitung (introduction), in der den Probanden der Testablauf erkl�rt wird, drittens der eigentliche Test (the test itself) und zum Schluss die Frageb�gen (debriefing), die die Tester zus�tzlich zum Testablauf selbst ausf�llen sollen.

Ein schwieriges Thema ist „Performance Measurement“, was soviel wie Auswertung und Bewertung der Probanden bedeutet. Nielsen gibt Beispiele von typischen Fehlern, die zum Beispiel bei Skalenfrageb�gen gemacht werden.

Mit „Thinking Aloud“ beschreibt Nielsen die h�ufigste Methode des Usability Testing. Hierbei h�rt der Versuchsleiter dem Testanwender einfach zu, w�hrend dieser einzelne Schritte seines Handelns laut ausspricht. Dabei kann genau verfolgt werden, welche Gedankeng�nge im Kopf des Testnutzers von Statten gehen.

Im letzten Unterkapitel „Usability Laboratories“ zeigt Nielsen wie das optimale Testlabor aussieht. Der Proband sollte die gleichen Testvorraussetzungen haben, wie der Endanwender. Des weiteren er�rtert Nielsen noch die Vor- und Nachteile von Videomitschnitten.