Diese Website ist seit dem Ende des Studiengangs Informationswissenschaft
im Juni 2014 archiviert und wird nicht mehr aktualisiert.
Bei technischen Fragen: Sascha Beck - s AT saschabeck PUNKT ch
Drucken

Projekte

Buchbesprechungen

Jakob Nielsen: Usability Engineering

Inhalt: Kapitel 3

Mit dem dritten Kapitel „Generations of User Interfaces“ f�hrt Jakob Nielsen die Grundlagen des Usability Engineering fort und legt hierbei den Schwerpunkt auf die verschiedenen Arten von Benutzeroberfl�chen. Er gibt einen historischen �berblick von wichtigen Entwicklungsschritten seit 1945, und wagt einen Ausblick in zuk�nftige Entwicklungen.

Die einzelnen Unterkapitel beschreiben folgerichtig dann auch die einzelnen Benutzeroberfl�chen genauer. Das erste Unterkapitel mit dem Titel „Batch Systems“ (dt. Stapelsysteme), beschreibt den Urtyp eines Computersystems. Hier musste der Nutzer bestimmte Befehle zur richtigen Zeit (schriftlich) in den Computer eingeben, um zu einem gew�nschten Ergebnis zu kommen. Dieses war leider sehr kompliziert und nur f�r Experten zu gebrauchen. F�r die meisten normalen Zwecke konnte diese Art von Systemen deshalb nicht verwendet werden.

Eine Weiterentwicklung waren dann in den 60er Jahren die „Line-Oriented Interfaces“ In diesen, noch eindimensionalen Oberfl�chen wurde der Nutzer vom System aufgefordert bestimmte Befehle Zeile f�r Zeile einzutragen, um dann zu einem Ergebnis zu kommen. Da jedoch auch hier die Befehle noch sehr komplex und schwer zu erlernen waren, kam dieses System f�r den normalen Nutzer nicht in Betracht.

Eine wirklicher Fortschritt waren hier schon die „Full-Screen Interfaces“, in denen der Nutzer zwischen einzelnen Punkten auf dem Bildschirm hin und her scrollen konnte. Der Nutzer hatte au�erdem die M�glichkeit zweidimensional Men� Hierarchien aufzuschlagen, und so zum Beispiel vorgegebene Befehle aufzurufen. Probleme sieht Jakob Nielsen jedoch darin, ob man Men�s eher in die Breite oder in die Tiefe anlegt. Men�s mit vielen Auswahlm�glichkeiten bergen die Gefahr, das der Nutzer die falschen Punkte ausw�hlt. Hat der Nutzer weniger Auswahl, muss er sich jedoch �fter entscheiden, was dazu f�hren kann das der Nutzer sich regelrecht verirrt.

Mit der letzten Entwicklung, den „Graphical User Interfaces“ kann der Nutzer einfach Objekte auf dem Bildschirm ausw�hlen, und muss nicht mehr einzelne Befehle oder Befehlsketten per Tastatur eingeben. Dazu war jedoch die Erfindung der Maus notwendig, um fast dreidimensional einzelne Fenster auf dem Bildschirm zu �ffnen.

Kapitel 3.5 „Next-Generation Interfaces“ besch�ftigt sich mit Ausblicken und zuk�nftigen Entwicklungen im Bereich Benutzeroberfl�chen. Nielsen vertritt die These, dass zuk�nftige Systeme vollst�ndig dreidimensional arbeiten und Elementen wie Animationen, Sound und Sprache eine gr��ere Bedeutung zufallen wird.

Im sechsten Unterkapitel „Long-Term Trends in Usability“ fasst Nielsen noch einmal die grundlegenden Verbesserungen im Laufe der Zeit zusammen und stellt heraus, dass die Einsatzm�glichkeiten des Computers vor allem dadurch vielf�ltiger geworden sind, dass die Oberfl�chen benutzerfreundlicher und somit leichter zu bedienen sind.