Diese Website ist seit dem Ende des Studiengangs Informationswissenschaft
im Juni 2014 archiviert und wird nicht mehr aktualisiert.
Bei technischen Fragen: Sascha Beck - s AT saschabeck PUNKT ch
Drucken

Projekte

Buchbesprechungen

William T. Arms: Digital Libraries

1. Libraries, Technology, and People

  • Digital Library Brings the Library to the User
  • Computer Power Is Used for Searching and Browsing
  • Basic Concepts and Terminology
  • Information Can Be Shared
  • Collections
  • Information Is Easier to Keep Current
  • Data and Metadata
  • The information is always available
  • Items in a Digital Library
  • New Forms of Information become possible
  • Library Objects
  • Presentations, Disseminations, [..]the Stored Form of a Digital Object
  • Works and Content
  • Panel 1.1: Two pioneers of digital libraries
  • People
  • Electronic storage is becoming cheaper than paper
  • Computers and Networks
  • PC displays are becoming more pleasant to use
  • The Challenge of Change
  • High-Speed networks are becoming widespread
  • Computers have become portable





Im ersten Abschnitt des ersten Kapitels reflektiert der Autor allgemeine Aspekte zum Thema digitale Bibliotheken. Arms zufolge f�hren digitale Bibliotheken Experten mit unterschiedlichsten Hintergr�nden und Facetten aus vielen Bereichen zusammen. Das Buch soll beschreiben, wie diese verschiedenen Bereiche aufeinander wirken. Im einzelnen sind das:

  • Er�rterung der Beziehung zwischen Menschen, die Informationen bereitstellen einerseits und denen, die sie nutzen andererseits.
  • Ananlyse die tiefgreifenden Ver�nderungen in den Bereichen Publishing und Bibliotheken.
  • Beschreibung der Forschung im Bereich der neuen Technologien, dort vor allem des Internet und des WWW.


  • Zu den er�rterten Themen geh�ren technische Aspekte von Computern und Netzwerken, Bibliotheken und Publishing, sowie wirtschaftliche und gesetzliche Aspekte. Ein dauerhaftes Thema ist der Wandel mit seinen sozialen, organisatorischen und gesetzlichen Implikationen.

    Arms weist daraufhin, das nicht alle Aspekte in einem einzigen Buch er�rtert werden k�nnten, sodass vieles ausgelassen werden musste bzw. nur am Rande behandelt werden konnte. Viele Beispiele kommen dabei aus den Vereinigten Staaten, dort vor allem von den grossen Universit�ten, doch es gibt viele Beitr�ge zum Thema digitale Bibliotheken aus der ganzen Welt.

    Als Definition f�r digitale Bibliotheken f�hrt Arms folgendes an:

    „An informal definition of a digital library is a managed collection of information, with associated services, where the information is stored in digital formats and accessible over networks.“

    (W.Y.ARMS, Digital Libraries, MIT Press, Campridge, Massachusetts, 2000,S.2)


    nach oben

    Ein Datenb�ndel, das via Satellit zur Erde gesendet wird stellt noch keine digitale Bibliothek dar. Die gleichen Daten werden jedoch, sobald systematisch geordnet werden, zu einer Sammlung einer digitalen Bibliothek. Digitale Bibliotheken beinhalten diverse Sammlungen an Informationen und sie variieren im Umfang von sehr klein bis riesig, zur Nutzung von vielen verschiedenen Nutzern. Ein zentraler Punkt ist dabei, dass die Information am Computer verarbeitet wird und �ber ein Netzwork zug�nglich ist, mit Verfahren zum Ausw�hlen des Materials in den Sammlungen, zum Verarbeiten, zum Bereitstellen f�r den Nutzer und zur Archivierung.

    Ein durchg�ngiges Thema ist dabei, dass Information mit dem Computer organisiert wird und �ber ein Netzwerk zug�nglich ist, mit Verfahren zur Auswahl des Materials in den Sammlungen, es zu sortieren, es dem Nutzer zug�nglich machen und es zu archivieren. Neue Technologien bewirken nicht unbedingt eine Ver�nderung bei den Menschen. Die Form jedoch, in der Information ausgedr�ckt wird und die Methoden sie zu behandeln sind weitestghend von der Technologie beeinflusst, was Ver�nderung bewirkt. Die Menge und Vielfalt der Sammlungen, die in digitaler Form erh�ltlich sind, steigen von Jahr zu Jahr ,weil die ben�tigte Technologie stetig verbessert wird.

    Die Frage „Warum digitale Bibliotkeken?“ erkl�rt der Autor, dass der wichtigste Grund f�r das Erstellen einer digitalen Bibliothek der Glaube sei, besser Informationen bereitstellen zu k�nnen als in der Vergangenheit. Verfechter von digitalen Bibliotheken merken an, dass Computer und Netzwerke die Kommunikation zwischen den Menschen ver�ndert hat. Im Folgenden f�hrt Arms einige Vorteile digitaler Bibliotheken an.


  • Die digitale Bibliothek bringt die Bibliothek zum Nutzer – Der Nutzer muss nicht mehr wie bei einer traditionellen Bibliothek hingehen, sondern die digitale Bibliothek bringt dem Nutzer die Information direkt auf den Schreibtisch.


  • Der Computer wird zum Suchen verwendet – Traditionelle Bibliotheken sind voller brauchbarem Material, das der Leser jedoch oft nur zuf�llig findet. Computer-Systeme erweisen sich oft als besser denn manuelle Suchmethoden zum Auffinden von Information.


  • Informationen k�nnen geteilt werden – Wenn man digitale Informationen in ein Netzwerk stellt, werden sie f�r jeden zug�nglich.


  • Information kann leichter aktualisiert werden – Viele Informationen m�ssen st�ndig auf den aktuellen Stand gebracht werden. Dies ist bei digitaler gespeicherter Information einfacher als bei einer gedruckten Ausgabe.


  • Die Information ist immer zug�nglich – Der Nutzer ist nicht mehr auf �ffnungszeiten angewiesen, denn eine digitale Bibliothek ist immer offen und die Information somit jederzeit abrufbar.


  • Neue Formen von Informationen werden m�glich – Materialien, die f�r digitale Bibliotheken erstellt werden, haben nicht die gleichen Formate als solche f�r Papier und andere Medien. Materialien, die f�r die digitale Welt erstellt wurden, k�nnen eine Vitalit�t entwickeln, die in digitale Formate konvertierten Materialien fehlt.


  • nach oben

    Als weiteren Vorteil f�r digitale Bibliotheken f�hrt der Autor den Kostenfaktor an. Konventionelle Bibliotheken sind teuer, da teure Geb�ude und hunderte Angestellte notwendig sind. Es sind nie ausreichend Mittel vorhanden, um die gew�nschten Materialien zu beschaffen. Ver�ffentlichungen sind ebenfalls teuer, wie auch der Wechsel zum elektronischen Publizieren neue Kosten verursacht. Die Kosten f�r die zugrundeliegende Technologie fallen jedoch stetig, und somit auch die Kosten f�r digitale Bibliotheken. Die Nutzer begr�ssen die Vorteile, die Online-Zugang und Online-publishing bieten. Sie sind bereit, mehr Geld Computer, Networks, Websites und Webmaster auszugeben, Mittel, die damit nicht mehr an traditionelle Bibliotheken gehen.

  • Elektronische Speicherung wird g�nstiger als Papier – Die Kosten f�r den Bau neuer Geb�ude und der Unterhalt von gedruckten B�chern und anderen Artefakten steigen, wohingegen die Kosten f�r elektronische Speicherung um 30% j�hrlich fallen. 1987 waren die Aufwendungen f�r eine Speicherung auf CD-ROM schon g�nstiger als „Speicherung“ von B�chern in einer Bibliothek. Heute ist das Speichern der meisten Informationen in Computern sehr viel billiger als das Speichern physischer Artefakte in einer Bibliothek.


  • PC-Displays werden nutzerfreundlicher – Bis vor kurzem waren noch wenige davon begeistert, vom Bildschirm zu lesen. Die Qualit�t der Repr�asentation von Dokumenten am Bildschirm war zu gering. man druckte sich f�r gew�hnlcih ein Exemplar aus. Es wurden bis heute aber gro�e Fortschritte in der Qualit�t von Computer-Displays erziehlt, soda� immer mehr Menschen direkt vom Bildschirm lesen. Die besten Displays sind immer noch teuer, doch wie alle technischen Komponenten fallen die Preise stetig.


  • High-Speed Networks sind weit verbreitet – Telekommunikationsunternehmen konkurieren miteinander, um Interent-Dienste bereitzustellen. Jede gr��ere Firma hat ein internes Netzwerk, Universit�ten haben Campus-Netzwerke und Privatpersonen k�nnen immer g�nstigere Tarife f�r den Online-Zugang ausw�hlen. In vielen L�ndern ist es einfacher geworden, Informationen aus dem Internet abzurufen, als B�cher und Zeitungen auf orthodoxem Wege zu erhalten.


  • Computer sind „tragbar“ geworden – Durch die Anbindung eines Laptops an eine Netzwerk-Verbindung kombiniert der Nutzer die Quellen einer digitalen Bibliothek im Internet mit der pers�nlichen Arbeit, die in dem Computer gespeichert ist. Die Qualit�t von Laptop Computern steigt immer mehr, w�hrend die Preise stetig fallen.


  • nach oben

    Die Nutzung von digitalen Bibliotheken erfordert einen Computer mit Internetzugang. In den USA wird vielen Angestellten von der Firma ein Computer zur Verf�gung gestellt. Es gibt landesweite Programme zur Ausstattung von Schulen und �ffentlichen Bibliotheken mit Computern. Au�erhalb den USA ist die Situation unterschiedlich. In einigen L�ndern ist der Zugang zu Bibliotheken auch sehr gut. Einige L�nder sind gut mit Computern und Netzwerken ausgestattet, aber vielerorts sind die Anschaffungskosten h�her und die Leute haben weniger Mittel zur Verf�gung. Digitale Bibliotheken versorgen viele Menchen mit Informationen, die keinen Zugang zu konventionnellen Bibliotheken haben, doch das Internet ist weit davon entfernt, von �berall ausreichend zug�nglich zu sein.

    „The general wisdom is that, except in a few specialized areas, digital librairies and conventional collections will continue to coexist – that institutional libraries will maintain large collections of traditional materials in parallel with their digital services, and publishers will continue to have large markets for their traditional products.“

    (W.Y.ARMS, Digital Libraries, MIT Press, Campridge, Massachusetts, 2000,S.19)

    nach oben